Japans ele­gan­tes­te Sportarena

TAGSTOCK1 / Shut​ter​stock​.comEin archi­tek­to­ni­scher Wurf: Das Yoyo­gi Natio­nal Gymnasium.

Für die Olym­pi­schen Som­mer­spie­le von 1964 in Tokio wur­den 33 Sport­stät­ten genutzt. 13 davon wur­den eigens für die­se Gross­ver­an­stal­tung gebaut. Zu die­ser Grup­pe gehör­te auch das Yoyo­gi Natio­nal Gym­na­si­um (jp. Koku­ritsu Yoyo­gi Kyōgi­jō), das vom Archi­tek­ten und spä­te­ren Prit­zer-Preis­trä­ger Ken­zo Tan­ge ent­wor­fen wur­de und sei­ner Zeit vor­aus war. 

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Die Form die­ser Sport­hal­le, die sich gleich neben dem Yoyo­gi-Park befin­det, wirkt bis heu­te modern. Das ele­gan­te nach innen gewölb­te geschwun­ge­ne Hän­ge­dach ist ein Blick­fang. Stahl­sei­le, die an zwei Beton­mas­ten auf­ge­hängt sind, tra­gen die­se rie­si­ge Kon­struk­ti­on. Die­se Bau­wei­se ermög­licht, dass die Are­na im Innern frei von stö­ren­den Stüt­zen ist. Die Tri­bü­nen befin­den sich der­weil unter der Erd­ober­flä­che. 13’000 Zuschau­er fasst die­ser Ort, der die Aus­strah­lung eines moder­nen Sakral­baus hat und dem Sport damit eine neue Bedeu­tung ver­leiht. Gleich dane­ben wur­de mit der­sel­ben geschwun­ge­nen Bau­wei­se eine klei­ne­re muschel­för­mi­ge Are­na gebaut, die etwas mehr als 3000 Plät­ze fasst. Die bei­den Hal­len des Yoyo­gi Natio­nal Gym­na­si­um waren 1964 die Haupt­schau­plät­ze für die Sport­ar­ten Schwim­men, Turm­sprin­gen und Basketball. 

Ein Bau für die Ewigkeit

Das Yoyo­gi Natio­nal Gym­na­si­um hat die ver­gan­ge­nen 57 Jah­ren unver­än­dert über­stan­den. Die Are­nen wer­den wei­ter­hin für Sport­ver­an­stal­tun­gen und Kon­zer­te rege genutzt. In einer Stadt, deren Zen­tren sich mit Neu­bau­ten stän­dig neu erfin­den, ist dies kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit. Ken­zo Tan­ges visio­nä­res Bau­werk soll auch die nächs­ten Jahr­zehn­te über­dau­ern. So will es eine Exper­ten­kom­mis­si­on der Kul­tur­be­hör­de. Sie hat im Mai 2021 offi­zi­ell vor­ge­schla­gen, dass das Yoyo­gi Natio­nal Gym­na­si­um in die Lis­te der wich­ti­gen Kul­tur­gü­ter auf­ge­nom­men wird. Es hand­le sich um ein zuvor noch nie gese­he­nes Bau­werk, des­sen Gestal­tung und tech­ni­sche Bau­wei­se über­ra­gend und heu­te ein Wahr­zei­chen der moder­nen Nach­kriegs­ar­chi­tek­tur Japans sei. 

Zur offi­zi­el­len Ernen­nung ist es somit nur noch ein klei­ner Schritt. Es wäre die ers­te Sport­are­na und das jüngs­te Gebäu­de in der Lis­te der wich­ti­gen japa­ni­schen Kulturgüter. 

Sport­stät­ten von 1964

Der Zeit­punkt ist gut gewählt. Denn im Juli 2021 erlebt das Yoyo­gi Natio­nal Gym­na­si­um ein olym­pi­sches Come­back. Sei­ne Are­nen wer­den wäh­rend «Tokyo 2020» die Hei­mat für die Sport­ar­ten Hand­ball, Bad­min­ton und Roll­stuhl-Rug­by sein. Es han­delt sich übri­gens nicht um die ein­zi­ge Sport­stät­te von 1964, die in ihrer bestehen­den Form ein zwei­tes Mal für die Olym­pi­schen Spie­le genutzt wird. Auch die berühm­te Are­na Nip­pon Budō­kan (Judo, Kara­te), das Tokyo Metro­po­li­tan Gym­na­si­um (Tisch­ten­nis) oder der Yacht­ha­fen von Eno­shi­ma (Segeln) gehö­ren zu die­sem exklu­si­ven Klub. 

Anders ist es beim Olym­pia­sta­di­on, das offi­zi­ell als Natio­nal­sta­di­on (jp. Koku­ritsu Kyōgi­jō) bezeich­net wird. Hier­bei han­delt es sich um ein kom­plett neu­es Bau­werk des Archi­tek­ten Ken­go Kuma (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es steht an der­sel­ben Stel­le wie das Olym­pia­sta­di­on von 1964, das 2015 abge­ris­sen wurde.

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Are­na wur­de kurz vor den Olym­pi­schen Spie­len 1964 eröffnet.
Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Are­na hat fünf Jahr­zehn­te hek­ti­scher Bau­tä­tig­keit in Tokio überstanden.
STB-1 / Wiki­pe­dia CCIm Innern des Yoyo­gi Natio­nal Gymnasium.

Der Stand­ort des Yoyo­gi Natio­nal Gymnasium


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