Die Metro­po­len mit den meis­ten Auslandsjapanern

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comIm Stadt­teil Litt­le Tokyo in Los Angeles.

Vom Beginn der Moder­ni­sie­rungs­zeit 1868 bis zum Zwei­ten Welt­krieg war Japan ein Land der Aus­wan­de­rer. Auf der Suche nach Arbeit zogen beson­ders vie­le nach Hawaii, Nord- und Latein­ame­ri­ka. Sie wur­den dort hei­misch und nah­men die Natio­na­li­tät des Lan­des an. Als Nik­kei, Men­schen mit japa­ni­scher Abstam­mung, wer­den sie auf Japa­nisch bezeich­net. Die meis­ten Nach­kom­men die­ser ers­ten Aus­wan­de­rer­ge­ne­ra­tio­nen leben heu­te in Bra­si­li­en und den USA. In Japan genies­sen die­se Men­schen wei­ter­hin spe­zi­el­le Rech­te. Selbst die drit­te Gene­ra­ti­on Nik­kei kann einen Antrag auf eine per­ma­nen­te Auf­ent­halts­be­wil­li­gung stel­len. Das Ende des Zwei­ten Welt­kriegs war schliess­lich eine Zäsur in der Geschich­te der Aus­wan­de­rung. Vie­le Japa­ner muss­ten aus den ver­lo­re­nen Über­see­ter­ri­to­ri­en nach Hau­se zurückkehren. 

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Die moder­nen Auswanderer

Die wirt­schaft­li­che Not spielt bei der heu­ti­gen Aus­wan­de­rung aus Japan kei­ne Rol­le mehr. Es sind viel­mehr beruf­li­che, aka­de­mi­sche und roman­ti­sche Grün­de, wes­halb man ein Leben in Über­see sucht, sei es für eini­ge Jah­re oder auch für immer. Das japa­ni­sche Aus­sen­mi­nis­te­ri­um führt seit 1989 eine Sta­tis­tik über die­se Bewe­gun­gen. Damals wur­den gera­de mal 586’972 Aus­lands­ja­pa­ner gezählt. Bis 2019 stieg die­se Zahl kon­ti­nu­ier­lich auf 1,41 Mil­lio­nen an. Die Coro­na-Kri­se hat die­ses Wachs­tum nun erst­mals gestoppt. Im Okto­ber 2020 waren es noch 1’357’724 japa­ni­sche Staats­bür­ger, die im Aus­land leb­ten. Davon besit­zen 529’808 eine per­ma­nen­te Auf­ent­halts­be­wil­li­gung im Gast­land. 827’916 haben ein Visum, das min­des­tens drei Mona­te dau­ert. Es sind aus­schliess­lich Men­schen letz­te­re Grup­pe, die in die Hei­mat zurück­kehr­ten. Die­ser Rück­gang wird als eine direk­te Fol­ge der Coro­na-Kri­se ange­se­hen. Hin­ge­gen ist die Zahl der japa­ni­schen «Per­ma­nent Resi­dents» in die­ser Zeit sogar leicht angestiegen. 

Aus­ser­dem fällt auf, dass bedeu­tend mehr Japa­ne­rin­nen (713’935) als Japa­ner (643’789) den Weg ins Aus­land suchen. Die­ses deut­li­che Ungleich­ge­wicht der Geschlech­ter lässt sich seit 1998 fest­stel­len. Die meis­ten Aus­lands­ja­pa­ner leben heu­te in den USA (426’354), Chi­na (111’769), Aus­tra­li­en (97’532), Thai­land (81’187), Kana­da (70’937) und Gross­bri­tan­ni­en (63’030). Die gröss­ten japa­ni­schen Städ­te im Aus­land sind der­weil Los Ange­les (67’501), Bang­kok (58’783), New York (39’850), Shang­hai (39’801), Sin­ga­pur (36’585) und Lon­don (32’257). In die­sen Metro­po­len tra­gen die Gemein­schaf­ten viel zum kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Leben bei. In Los Ange­les gibt es sogar den Stadt­teil «Litt­le Tokyo», ein Ver­mächt­nis der ers­ten Einwanderer-Generationen. 

Der deutsch­spra­chi­ge Raum

Auch der deutsch­spra­chi­ge Raum ist in die­ser Rang­lis­te mit dabei. Deutsch­land ist mit 41’757 Aus­lands­ja­pa­nern sogar an sieb­ter Stel­le. In der Schweiz sind es 11’627 (Rang 20) und Öster­reich 3140 (Rang 33). Die deutsch­spra­chi­ge Stadt mit den meis­ten Aus­lands­ja­pa­nern ist wenig über­ra­schend Düs­sel­dorf (7280), das seit jeher ein Anzie­hungs­punkt für vie­le japa­ni­sche Fir­men ist. Es fol­gen Mün­chen (5453) und Ber­lin (3728). In einem Punkt ist Deutsch­land sogar euro­päi­scher Spit­zen­rei­ter. 2019 waren in die­sem Land 1870 japa­ni­sche Fir­men regis­triert. Das ist fast dop­pelt so viel wie in Gross­bri­tan­ni­en. In der Schweiz waren 183 und in Öster­reich 113 japa­ni­sche Fir­men ansässig.

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