Tokios ältes­tes Wolkenkratzer-Viertel

Osugi / Shut​ter​stock​.comEröff­net am 5. Juni 1971: Das Keio Pla­za Hotel in Shinjuku.

Das Keio Pla­za Hotel fällt unter den vie­len Wol­ken­krat­zern des Tokio­ter Vier­tels Nishi-Shin­juku kaum auf. Das war aber nicht immer so. Als es heu­te vor 50 Jah­ren, am 5. Juni 1971, fei­er­lich eröff­net wur­de, war es das ers­te Wol­ken­krat­zer-Hotel des Lan­des. Es rag­te 178 Meter in die Höhe und war somit das höchs­te Gebäu­de Japans. 1980 folg­te das 138 Meter hohe Nebengebäude. 

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Screen­shot: Keio Pla­za Hotel / You­tube (sie­he Video unten)Allein auf wei­ter Flur: Das Keio Pla­za Hotel im Jahr 1971.

Damals hat­te das japa­ni­sche Zeit­al­ter der Wol­ken­krat­zer mit dem Bau des Kasu­mi­ga­seki Buil­ding 1968 (Asi­en­spie­gel berich­te­te) und des World Tra­de Cen­ter Buil­ding 1970 gera­de erst begon­nen. Das Keio Pla­za Hotel war ein wei­te­res Sym­bol des Wirt­schafts­booms und ein neu­er von über­all sicht­ba­rer Fix­punkt im Wes­ten der Stadt. Die Tür­me waren der­art bekannt, dass sie in der Film­ge­schich­te gleich zwei­mal mit der Zer­stö­rungs­wut von God­zil­la beehrt wur­den. Bis 1993 blieb es das höchs­te Hotel Japans. 

Der Start­schuss in ein neu­es Zeitalter

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie erwähn­ten Gebäu­de in der Übersicht.

Die Eröff­nung des Keio Pla­za Hotel vor fünf­zig Jah­ren wur­de zum Start­schuss für die Ent­wick­lung des ers­ten Wol­ken­krat­zer-Vier­tels der Haupt­stadt. 1974 folg­ten in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft die Hoch­häu­ser Shin­juku Sumi­to­mo Buil­ding, Shin­juku Mit­sui Buil­ding und das KDDI Buil­ding. Jahr für Jahr kamen neue Wol­ken­krat­zer hin­zu, wie zum Bei­spiel das Shin­juku Cen­ter Buil­ding 1979. Ihren Höhe­punkt erreich­te die­se Ent­wick­lung 1990 mit der Eröff­nung des dop­pel­tür­mi­gen Regie­rungs­ge­bäu­des Tokyo Metro­po­li­tan Government Buil­ding, dem mit 243 Metern damals höchs­ten Gebäu­de des Insel­staa­tes. Dane­ben ent­stand das Regie­rungs­ge­bäu­de Num­mer 2 und unmit­tel­bar vor dem Keio Pla­za Hotel das Par­la­ments­ge­bäu­de der Metro­pol­re­gi­on Tokio. Nicht weit weg gesell­te sich 1994 mit dem Shin­juku Park Tower ein wei­te­res unver­kenn­ba­res Hoch­haus hin­zu. Inter­na­tio­nal bekannt wur­de es durch den Film «Lost in Trans­la­ti­on». Die berühm­te Hotellounge des Park Hyatt Hotels befin­det sich an die­sem Ort. Das Keio Pla­za Hotel stand auf ein­mal im Schat­ten ande­rer Bauwerke. 

Nach dem Plat­zen der Wirt­schafts­bla­se ver­lang­sam­te sich die Bau­eu­pho­rie in Shin­juku. Der letz­te gros­se Wurf stammt aus dem Jahr 2008. Es ist der ele­gan­te Mode Gaku­en Cocoon Tower. Alle die­se Hoch­häu­ser for­men heu­te den Kern die­ser viel foto­gra­fier­ten Tokio­ter Sky­line mit dem Fuji im Hin­ter­grund, die man sich am bes­ten von der Aus­sichts­platt­form des Bun­kyo Civic Cen­ter anschaut (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es han­delt sich um die ältes­te Wol­ken­krat­zer-Sky­line der japa­ni­schen Haupt­stadt, die der Archi­tekt Ken­zo Tan­ge (Asi­en­spie­gel berich­te­te) ent­schei­dend mit­ge­stal­te­te. Denn gleich meh­re­re der oben erwähn­ten Bau­wer­ke stam­men von ihm. 

Neue Wol­ken­krat­zer im Osten

Asi­en­spie­gelDie Tür­me des 21. Jahrhunderts.

Mit Beginn des 21. Jahr­hun­derts ver­schob sich der Bau­boom in ande­re Quar­tie­re der Stadt, wie nach Rop­pon­gi oder in die Umge­bung des Bahn­hofs Tokio, wo mit dem Tokyo Torch ein neu­es archi­tek­to­ni­sches Wahr­zei­chen ent­ste­hen wird (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die aller­höchs­te Bau­struk­tur des Lan­des, der 634 Meter hohe Tokyo Skyt­ree, wur­de der­weil im tra­di­tio­nell gepräg­ten Bezirk Sumi­da gebaut, in dem nur weni­ge Hoch­häu­ser ste­hen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Heu­te bli­cken die Men­schen bewun­dernd auf die­sen gigan­ti­schen Turm, der dort ganz allein die Sky­line domi­niert. 1971 muss­te der Blick auf das damals alles über­ra­gen­de Keio Pla­za Hotel ein ähn­li­ches Gefühl aus­ge­löst haben.


Das offi­zi­el­le Video zur 50-Jahr-Fei­er des Keio Pla­za Hotel

Ein Blick auf die Geschich­te des Hotels. | Keio Pla­za Hotel Tokyo / Youtube

Der Stand­ort der Wolkenkratzer


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