Tokio im vier­ten Corona-Notstand

Ned Snow­man / Shut​ter​stock​.comVor dem Olym­pia­sta­di­on in Tokio am 17. Juni 2021.

Die Coro­na-Zah­len spre­chen eine deut­li­che Spra­che. In Tokio steigt die Zahl der Neu­an­ste­ckun­gen wie­der deut­lich an. Am gest­ri­gen Mitt­woch waren es 920 (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Für die Haupt­stadt war dies der höchs­te Stand seit dem 13. Mai. Seit Wochen war­nen die Epi­de­mio­lo­gen vor einer Aus­brei­tung der Del­ta-Vari­an­te. Nun scheint sich die­ses Sze­na­rio zu bewahr­hei­ten. Das Land steht vor einer fünf­ten Welle. 

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Zudem sind erst 15 Pro­zent der Bevöl­ke­rung voll­stän­dig geimpft (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Noch ist das Gesund­heits­sys­tem in einem viel bes­se­ren Zustand als im April und Mai. Doch die Regie­rung hat erkannt, dass gehan­delt wer­den muss. Pre­mier­mi­nis­ter Suga hat am heu­ti­gen Don­ners­tag den Not­stand über Tokio ver­hängt und für Oki­na­wa ver­län­gert. Für die Metro­po­le ist es der vier­te Coro­na-Aus­nah­me­zu­stand seit Beginn der Pan­de­mie. Die­ser wird bis zum 22. August andau­ern. Der­weil ver­blei­ben Osa­ka sowie Tokios Nach­bar­prä­fek­tu­ren Kana­ga­wa, Saita­ma und Chi­ba im Qua­si-Not­stand. Gleich­zei­tig wer­den für Hok­kai­do, Aichi, Kyo­to, Hyo­go und Fuku­o­ka die­se Restrik­tio­nen auf­ge­ho­ben (sie­he Kar­te unten). 

«Tokyo 2020» ohne Zuschauer

Somit trifft für die Orga­ni­sa­to­ren von «Tokyo 2020» ein denk­bar schlech­tes Sze­na­rio ein. Am 23. Juli beginnt die Gross­ver­an­stal­tung. Bereits rei­sen täg­lich Tau­sen­de von Ath­le­ten und Olym­pia-Betei­lig­ten aus aller Welt an. Die Spie­le wer­den mit ziem­li­cher Sicher­heit aus­ge­tra­gen. Zu weit fort­ge­schrit­ten sind die Vor­be­rei­tun­gen. Doch das Vor­ha­ben, maxi­mal 10’000 Zuschau­er in die Sta­di­en zu las­sen, ist so nicht mehr umsetz­bar (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Am Don­ners­tag hat NHK in Erfah­rung gebracht, dass «Tokyo 2020» ohne Publi­kum durch­ge­führt wird. 

Geziel­te Mass­nah­men im Notstand

Ein japa­ni­scher Not­stand ist nicht zu ver­glei­chen mit einem euro­päi­schen. Viel­mehr wen­den die Behör­den im Insel­staat geziel­te Mass­nah­men an, um das Infek­ti­ons­ge­sche­hen wie­der in den Griff zu bekom­men. Dazu gehört im Wesent­li­chen eine Ein­schrän­kung des Nacht­le­bens. Restau­rants müs­sen sich an ver­kürz­te abend­li­che Öff­nungs­zei­ten hal­ten. Schon im aktu­el­len Qua­si-Not­stand ist dies der Fall. 

Im drit­ten Not­stand wur­de den Restau­rants sogar ver­bo­ten, Alko­hol aus­zu­schen­ken (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die­se Mass­nah­me wird für den neu­en vier­ten Not­stand nun wie­der ein­ge­führt. Zudem wer­den die gas­tro­no­mi­schen Orte spä­tes­tens um 20 Uhr schlies­sen müs­sen. Im Gegen­zug sol­len sie finan­zi­el­le Hil­fe erhal­ten. Grund­sätz­lich sol­len die­se Regeln auch für die Prä­fek­tu­ren im Qua­si-Not­stand gel­ten. Die Gou­ver­neu­re die­ser Regio­nen haben jedoch mehr Spiel­raum bei der Umset­zung die­ser Einschränkungen. 

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