Ine: Das male­ri­sche Fischerdorf

Seit 2009 schrei­be ich die­sen Blog. Über 4500 Arti­kel haben sich so ange­sam­melt. In die­ser Serie stel­le ich einen über­ar­bei­te­ten und aktua­li­sier­ten Bei­trag aus die­sem Archiv vor. Der fol­gen­de Arti­kel erschien am 14. August 2016.

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AUS DEM ARCHIV – In der geschütz­ten Bucht des Fischer­dor­fes Ine in der Prä­fek­tur Kyo­to sind ebe­ne Bau­flä­chen zwi­schen den bewal­de­ten Ber­gen und dem Meer rar gesät. Die Bewoh­ner haben sich trotz­dem gemüt­lich ein­ge­rich­tet. Ähn­lich wie in den süd­ost­asia­ti­schen Fischer­dör­fern haben sie ihre Häu­ser so gebaut, dass sie prak­tisch auf dem Was­ser schwim­men. Funa­ya, «Boots­haus», nennt sich die­ses tra­di­tio­nel­le Gebäu­de, die aus einer Boots­ga­ra­ge mit direk­tem Was­ser­zu­gang und einem Wohn­be­reich im obe­ren Stock bestehen. 

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230 sol­cher Funa­ya lie­gen dicht anein­an­der in die­ser Bucht, die sich über meh­re­re Kilo­me­ter erstreckt und die Häu­ser vor Stür­men und hohem Wel­len­gang schützt. Der Fisch­fang ist die Haupt­ein­nah­me­quel­le des Ortes. Gleich­zei­tig ent­wi­ckel­te sich Ine vor eini­gen Jah­ren zu einem Geheim­tipp unter den fin­di­gen Tou­ris­ten. So führt bis heu­te kein Zug nach Ine. Mit dem loka­len Bus dau­ert es 50 Minu­ten vom Bahn­hof in Amano­ha­sh­i­da­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te) bis zum pit­to­res­ken Fischer­dorf. Mit dem Miet­au­to sind es 30 Minuten. 

Abseits der gros­sen Touristenrouten

Funa­ya: Die Boots­häu­ser von Ine. Asi­en­spie­gel

Die­se natür­li­che Abge­schie­den­heit hat Ine vor den gros­sen Umbrü­chen wäh­rend der wirt­schaft­li­chen Hoch­wachtsums­pha­se bewahrt. Der Fisch­fang ist eine Haupt­ein­nah­me­quel­le geblie­ben. Selbst eine 260 Jah­re alte Sake-Braue­rei mit Namen Mukai Shu­zo fin­det man in Ine. Gebraut wird der Reis­wein die­ses Fami­li­en­be­triebs von Kuni­ko Mukai. Sie gehör­te zu den ers­ten Sake-Braue­rin­nen des Landes. 

Der­weil hat der Tou­ris­mus in den ver­gan­ge­nen Jah­ren an Bedeu­tung gewon­nen, wenn auch in einem über­schau­ba­ren Rah­men. Das Dorf hat jedoch viel inves­tiert, um auch Tou­ris­ten, die nicht Japa­nisch spre­chen, die­ses Dorf­le­ben näher­zu­brin­gen. Eine über­sicht­li­che eng­lisch­spra­chi­ge Web­site infor­miert über das Über­nach­tungs­an­ge­bot, die viel­fäl­ti­gen Akti­vi­tä­ten und die weni­gen Restau­rants und Cafés vor Ort.

Das pit­to­res­ke Fischer­dorf Ine. Asi­en­spie­gel

Der Stand­ort von Ine


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