Miya­ji­mas neue Einnahmequelle

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Insel Miya­ji­ma und ihr berühm­tes Schreintor.

Das gros­se rote Torii in der Bucht der hei­li­gen Insel Miya­ji­ma hat sich zu einem Wahr­zei­chen Japans ent­wi­ckelt. Kaum ein aus­län­di­scher Tou­rist lässt die­sen male­ri­schen Ort, des­sen 1600 Ein­woh­ner fast alle vom Tou­ris­mus leben, bei sei­nem ers­ten Besuch im Land der auf­ge­hen­den Son­ne aus. Die inter­na­tio­na­len Gäs­te hat­ten sich vor der Pan­de­mie zu einer wich­ti­gen Kund­schaft für die Wirt­schaft die­ser klei­nen Insel ent­wi­ckelt. 2019 tru­gen sie ent­schei­dend dazu bei, dass Miya­ji­ma mit ins­ge­samt 4,6 Mil­lio­nen Besu­chern einen his­to­ri­schen Rekord ver­zeich­ne­te. Doch seit April 2020 sind die Gren­zen für den Ein­rei­se-Tou­ris­mus geschlos­sen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Der Besu­cher­ein­bruch

Foto: Depo​sit​pho​tos​.comDie Omo­te­san­do-Ein­kaufs­stras­se in Miyajima.

Auch für die­se Insel, die auf­grund ihres Bekannt­heits­gra­des stets mit Gäs­ten rech­nen darf, bleibt die­se Coro­na-Durst­stre­cke nicht ohne Fol­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr brach die Zahl der Besu­cher auf 2,2 Mil­lio­nen ein. Damit war der Ort zurück auf dem Niveau von 1964, als erst­mals eine sol­che Sta­tis­tik geführt wur­de. Heu­te sind es die japa­ni­schen Gäs­te, die dafür sor­gen, dass die­se Zahl nicht noch wei­ter schrumpft. Für sie ist es die idea­le Gele­gen­heit, Miya­ji­ma ohne den gros­sen inter­na­tio­na­len Andrang zu ent­de­cken. Kom­plett kom­pen­sie­ren, wie es man­che zu Beginn der Pan­de­mie erhoff­ten, kön­nen sie den wirt­schaft­li­chen Aus­fall durch das Feh­len der aus­län­di­schen Gäs­te nicht. Zudem brem­sen die wie­der­hol­ten Not­stän­de und die unge­lös­te Pan­de­mie die Rei­se­lust (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Dies hat zur Fol­ge, dass im Jahr 2021 die Besu­cher­zahl wei­ter abneh­men könn­te. Der­zeit stat­ten pro Monat durch­schnitt­lich 100’000 Men­schen einen Besuch ab. Das ist weit weg von den monat­lich 388’000 Besu­chern im Rekord­jahr 2019. Das Bei­spiel Miya­ji­ma offen­bart, wie wich­tig der Ein­rei­se-Tou­ris­mus in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren gewor­den ist. Eine gan­ze Bran­che hat­te sich die­sem Wachs­tum ange­passt und ent­spre­chend viel inves­tiert. Ja, selbst Star­bucks hat­te sich auf die­ser Insel ein­ge­rich­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Miya­ji­ma bleibt nicht untätig

THONGCHAI.S / Shut​ter​stock​.comSeit 2019 wird das Schrein­tor auf­wen­dig restauriert.iert.

Trotz allem plant man in Miya­ji­ma die Zukunft. Damit die öffent­li­che Infra­struk­tur der Insel in einer Post-Coro­na-Zeit dem Besu­cher­an­drang stand­hal­ten kann, hat das Par­la­ment der Stadt Hats­ukai­chi, zu der Miya­ji­ma gehört, im März beschlos­sen, eine Insel­steu­er für Besu­cher ein­zu­füh­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Am 21. Juli 2021 folg­te nun das not­wen­di­ge Ein­ver­ständ­nis durch das Innen­mi­nis­te­ri­um. Damit steht die­ser Steu­er, die künf­tig über den Ticket­kauf für die Fäh­re ein­ge­zo­gen wird, nichts mehr im Weg. Im Früh­ling 2023 will die Insel damit begin­nen. Pro Jahr sol­len damit 300 Mil­lio­nen Yen gene­riert wer­den. Das Geld wird direkt in den Unter­halt und die Erneue­rung der öffent­li­chen Infra­struk­tur fliessen. 

Auch beim berühm­ten Torii ist man aktiv. Seit 2019 wird es wie­der auf­wen­dig repa­riert und restau­riert (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es wird damit gerech­net, dass die Arbei­ten noch bis 2022 andau­ern könn­ten. Die Ver­ant­wort­li­chen haben so gese­hen den rich­ti­gen Zeit­punkt erwischt, um dem Wahr­zei­chen wie­der den alten Glanz zu verleihen.


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