Wo «Tokyo 2020» mit Publi­kum statt­fin­den wird

Das neue Olym­pia­sta­di­on in Tokio wird leer blei­ben. Manu­el Asca­nio / Shut​ter​stock​.com

Lan­ge zöger­te Japan den Ent­scheid hin­aus. Doch seit der Ver­hän­gung des neu­er­li­chen Not­stan­des über Tokio ist klar, dass die Olym­pi­schen Spie­le ohne Zuschau­er statt­fin­den wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Zuvor hat­ten die Ver­an­stal­ter noch gehofft, maxi­mal 10’000 Zuschau­er in die Sta­di­en las­sen zu dür­fen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es wer­den die ers­ten Olym­pi­schen Spie­le hin­ter ver­schlos­se­nen Türen sein. 

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Doch nicht alle Tri­bü­nen von «Tokyo 2020» wer­den kom­plett leer sein. Zwar gilt das Zuschau­er­ver­bot für Tokio und die Nach­bar­prä­fek­tu­ren Kana­ga­wa, Saita­ma und Chi­ba. Gleich­zei­tig gibt es wei­te­re fünf Prä­fek­tu­ren, die eben­falls Gast­ge­ber von olym­pi­schen Wett­kämp­fen sein wer­den. So fin­den in Sap­po­ro der Mara­thon und Fuss­ball­spie­le statt. In den Prä­fek­tu­ren Miya­gi und Iba­ra­ki wird es eben­falls Fuss­ball sein und in der Prä­fek­tur Fuku­shi­ma Base­ball- und Soft­ball-Spie­le. In der Prä­fek­tur Shi­zuoka wer­den Rad­ren­nen abge­hal­ten (hier eine Über­sichts­kar­te). Alle die­se Regio­nen sind weder im Not­stand noch in einem Qua­si-Not­stand. Die Zuschau­er­fra­ge liegt dort haupt­säch­lich in den Hän­den der jewei­li­gen Gouverneure. 

Die Spiel­stät­ten mit Publikum

Gemäss aktu­el­lem Stand wer­den drei die­ser fünf Prä­fek­tu­ren Zuschau­er zulas­sen. In Miya­gi und Shi­zuoka wird man die im Juni ver­ein­bar­te Regel von «50 Pro­zent der Sta­di­on­ka­pa­zi­tät und maxi­mal 10’000 Zuschau­er» anwen­den. Mit ande­ren Wor­ten: Für Sta­di­en, die bis zu 20’000 Zuschau­er fas­sen, gilt die 50 Pro­­zent-Regel und für grös­se­re Sta­di­en die 10’000er-Regel. Der­weil hat man in Iba­ra­ki ent­schie­den, dass ledig­lich Schü­ler in der Are­na Platz neh­men dür­fen. Fuss­ball­spie­le nach 21 Uhr müs­sen dort ohne Publi­kum aus­ge­tra­gen werden. 

Einen ande­ren Weg beschrei­tet Hok­kai­do. In Sap­po­ro wer­den die olym­pi­schen Fuss­ball­spie­le im Sap­po­ro Dome trotz Auf­he­bung des Qua­si-Not­stands per 11. Juli ohne Zuschau­er über die Büh­ne gebracht. Dies hat Gou­ver­neur Nao­michi Suzu­ki am spä­ten Frei­tag­abend beschlos­sen. Er wird zudem die Bevöl­ke­rung auf­ru­fen, auf das Zuschau­en der Mara­thon­läu­fe am Stras­sen­rand zu ver­zich­ten. Eine sol­che Umset­zung wird nicht ganz ein­fach sein. Immer­hin führt die Rou­te mit­ten durch die Stadt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Auch der Gou­ver­neur von Fuku­shi­ma hat am Sams­tag beschlos­sen, die Base­ball- und Soft­ball-Spie­le nun doch ohne Publi­kum durchzuführen.

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