Coro­na-Hot­spot Kaufhaus

Ned Snow­man / Shut​ter​stock​.comDer Ein­gang zu einem Kauf­haus in Tokio im August 2020.

In Japan stei­gen die Covid-19-Zah­len seit Ende Juli rasant an. Inzwi­schen wur­de die Schwel­le von über 20’0000 Neu­an­ste­ckun­gen an einem Tag schon drei Mal über­schrit­ten. Die Zahl der Covid-19-Inten­siv­pa­ti­en­ten ist auf einem neu­en Höchst­stand. Auch in Japan stellt sich zuneh­mend die Fra­ge, ob ein har­ter Lock­down im euro­päi­schen Stil not­wen­dig wird. 

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Recht­lich fehlt die Basis für eine sol­che Mass­nah­me und auch Pre­mier­mi­nis­ter Yoshihi­de Suga hat sich wie­der­holt dage­gen aus­ge­spro­chen. Viel­mehr soll die Impf­kam­pa­gne an Tem­po zuneh­men. Momen­tan sind erst 36 Pro­zent voll­stän­dig geimpft (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Zugleich ver­fährt Japan wei­ter mit punk­tu­el­len Mass­nah­men. Dazu gehö­ren die Kür­zung der Öff­nungs­zei­ten, eine Ein­schrän­kung des Alko­hol­aus­schanks in Restau­rants und For­de­run­gen, den indi­vi­du­el­len Bewe­gungs­ra­di­us zu reduzieren. 

Clus­ter im Kaufhaus

Die rasan­te Aus­brei­tung der Del­ta-Vari­an­te stellt die Wir­kung die­ser Stra­te­gie jedoch zuneh­mend infra­ge. Die der­zei­ti­ge unkon­trol­lier­te Ent­wick­lung führt nun zu sicht­ba­ren Pro­ble­men im All­tag. So ver­zeich­nen ver­schie­de­ne Kauf­häu­ser seit Ende Juli Mas­sen­an­ste­ckun­gen unter den Ange­stell­ten. Im Hans­hin Depart­ment Store im zen­tra­len Stadt­teil Ume­da in Osa­ka kam es zu 145 Infek­tio­nen in der Beleg­schaft. Die meis­ten Betrof­fe­nen waren in der Lebens­mit­tel­ab­tei­lung im Unter­ge­schoss und im Erd­ge­schoss tätig. Die Abtei­lun­gen muss­ten seit­her wie­der­holt geschlos­sen wer­den. Sämt­li­che Mit­ar­bei­ter wur­den getes­tet, die betrof­fe­nen Berei­che des­in­fi­ziert und neue Lüf­tun­gen sowie CO2-Mess­ge­rä­te ein­ge­baut. Auch das Kauf­haus Lumi­ne Est im Bezirk Shin­juku in Tokio muss­te tem­po­rär schlies­sen, nach­dem sich 61 Ange­stell­te ange­steckt hatten. 

Die Kauf­häu­ser in Tokio und Osa­ka haben aus die­sem Grund begon­nen, die Wege der Kun­den bes­ser zu len­ken und den Zutritt, ins­be­son­de­re in den Lebens­mit­tel­ab­tei­lun­gen, ein­zu­schrän­ken.

Japan vor schwie­ri­gen Wochen

Das Bei­spiel der Kauf­häu­ser offen­bart das Pro­blem der locke­ren Mass­nah­men. Je mehr die Coro­na-Zah­len anstei­gen, des­to schwie­ri­ger ist es, den All­tag vie­ler Dienst­leis­tungs­bran­chen auf­recht­zu­er­hal­ten. Zudem hat das Gesund­heits­we­sen jetzt schon vie­ler­orts einen Punkt der Über­las­tung erreicht. Es meh­ren sich Mel­dun­gen von Erkrank­ten, die kein Kran­ken­haus mehr fin­den. Die Fra­ge ist, wie lan­ge Japan auf die­se Wei­se wei­ter­ma­chen kann?

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