Im Land von Highball

Asi­en­spie­gelHigh­ball in einem Restau­rant in Japan.

Noch vor etwas über 10 Jah­re steck­te der japa­ni­sche Whis­ky in einer Kri­se. Der Boom der 1980er-Jah­­re war einer gan­zen Gene­ra­ti­on jun­ger Japa­ner völ­lig ent­gan­gen. Das änder­te sich erst, als Sun­to­ry 2008 begann, den Long­drink High­ball in einer gros­sen Wer­be­kam­pa­gne anzu­prei­sen. Das ursprünnglich aus den USA stam­men­de Getränk wird mit Whis­ky, koh­len­säu­re­hal­ti­gem Was­ser sowie küh­len­den Eis­wür­feln gemischt und weist einen Alko­hol­ge­halt von 5 bis 9 Pro­zent auf. 

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Sun­to­ry ver­wen­de­te die­sen Long­drink als Mar­ke­ting­trick, um den Ver­kauf des haus­ei­ge­nen Whis­kys anzu­kur­beln. «Last Samu­rai»-Schauspielerin Koyu­ki wur­de als Wer­be­trä­ge­rin ver­pflich­tet. High­ball wur­de kurz dar­auf zum Trend­drink, das heu­te in Restau­rants und Bars in Japan ganz selbst­ver­ständ­lich ange­bo­ten wird. Der­weil gibt es im Super­markt das Getränk in der Dose. Die Aus­wahl ist rie­sig (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

High­ball mit wenig Alkohol

Asahi Group«Hibal­ly»: High­ball mit wenig Alkohol.

Geträn­ke­her­stel­ler Asahi, Besit­zer von Nik­ka Whis­ky (Asi­en­spie­gel berich­te­te), ver­sucht dem High­ball nun einen neu­en Dreh zu geben. Seit dem 28. Sep­tem­ber 2021 ist Hibal­ly auf dem Markt und dies in zwei Varia­tio­nen, eines mit beschei­de­nen 0,5 und eines mit 3 Volu­men­pro­zent Alko­hol. Es ist sozu­sa­gen ein High­ball Light.

Die Neu­ent­wick­lung rich­tet sich an Per­so­nen, die den Geschmack des ori­gi­na­len Long­drinks schät­zen, ihren Alko­hol­kon­sum jedoch dros­seln möch­ten. Die­ses leicht alko­ho­li­sche Getränk ist Teil der neu­en Stra­te­gie Smart Drin­king von Asahi, mit der ein Umfeld erschaf­fen wer­den soll, das den ver­schie­dens­ten Bedürf­nis­sen entspricht. 

Der Boom der alko­hol­frei­en Biere

Asahi Bre­we­riesBee­ry: Ein neu­es Bier von Asahi mit gera­de mal 0,5 Volu­men­pro­zent Alkohol.

Zur sel­ben Rei­he gehört auch das von Asahi her­ge­stell­te Bee­ry, das eben­falls mit einem tie­fen Alko­hol­ge­halt von 0,5 Pro­zent aus­kommt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es han­delt sich um eine Wei­ter­ent­wick­lung eines Trends, der bereits vor eini­gen Jah­ren begon­nen hat. So ent­deckt man in japa­ni­schen Super­märk­ten immer mehr Bier­sor­ten, die nicht nur alko­hol­frei, son­dern auch gleich noch frei von Kalo­ri­en, Zucker und Süss­stof­fen sind (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die­se eins­ti­ge Nische hat sich zu einem eta­blier­ten Wachs­tums­markt ent­wi­ckelt. Asahi will bis zum Jahr 2025 mit alko­hol­frei­en und fast alko­hol­frei­en Bie­ren sogar 20 Pro­zent des Gesamt­um­sat­zes gene­rie­ren. Nun soll auch der High­ball-Markt mit die­ser Stra­te­gie auf­ge­wir­belt werden.

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