Ein ein­drück­li­ches Naturschauspiel

Nis­hi­no­shi­ma am 16. August 2021. Japan Coast Guard

1000 Kilo­me­ter süd­lich von Tokio befin­det sich die Insel Nis­hi­no­shi­ma, die einst 0,29 Qua­drat­ki­lo­me­ter klein war. Dann kam es im Novem­ber 2013 zu einem gros­sen Unter­­was­­ser-Vul­­kan­aus­bruch, der zunächst eine sepa­ra­te Insel erschuf, die man «Niji­ma», «die neue Insel», nann­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Zwei lan­ge Jah­re hiel­ten die Erup­tio­nen an. Zunächst ent­stan­den zwei Land­brü­cken nach Nis­hi­no­shi­ma. Nur weni­ge Mona­te spä­ter war die Ver­ei­ni­gung mit der Insel perfekt. 

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Heu­te spricht man von einer natür­li­chen Land­er­wei­te­rung, die auch acht Jah­re spä­ter noch nicht been­det ist. Stän­di­ge Aus­brü­che sor­gen dafür, dass sich die Land­mas­se der Insel kon­stant ver­än­dert und ver­grös­sert. Aktu­ell besteht die Insel aus einem rie­si­gen Vul­kan­ke­gel. Regel­mäs­sig bil­den sich hohe Rauch­säu­len über der Insel. Asche hat sich über das Eiland gelegt. Die Ober­flä­che sieht aus wie eine Mondlandschaft. 

Dop­pelt so gross wie Monaco

Grün: Die Insel­form von 2013 / Gelb: Die Insel Niji­ma nach dem Vul­kan­aus­bruch von 2013. Japan Coast Guard

Schon 2017 war die Insel auf eine Grös­se von 2,7 Qua­drat­ki­lo­me­ter ange­wach­sen. Sie war damit grös­ser als die Flä­che des Fürs­ten­tums Mona­co, das 2,02 Qua­drat­ki­lo­me­ter misst. Mes­sun­gen von 2020 erga­ben, dass Nis­hi­no­shi­ma inzwi­schen min­des­tens 4,1 Qua­drat­ki­lo­me­ter gross ist. Allein seit 2019 nahm die Land­mas­se um 40 Pro­zent zu. 

Der Durch­mes­ser der Land­flä­che beträgt etwas über 2 Kilo­me­ter. Der höchst Punkt ist rund 200 Meter hoch. Wann die­se Ent­wick­lung zu einem Ende kommt, kann nie­mand sagen. Jeden­falls hat Nis­hi­no­shi­ma bereits ihre ers­ten Ein­woh­ner. Fünf Vogel­ar­ten nut­zen die neu geform­te Insel als Brut­stät­te, wie das Umwelt­mi­nis­te­ri­um im Juli fest­stell­te. Für die Ent­ste­hung von Pflan­zen scheint es hin­ge­gen noch zu früh zu sein. 

Eine stän­di­ge Neuformung

Die japa­ni­sche Küs­ten­wa­che doku­men­tiert seit 2013 die Ent­ste­hung die­ser neu­en Inseln und trägt die gesam­mel­ten Daten, Gra­fi­ken und Fotos auf einer eige­nen Web­site zusam­men. Zahl­rei­che Fotos zei­gen ein­drück­lich, wie die Insel lau­fend ihre Form ändert. Für Japan hat die­se natür­li­che Insel­ver­grös­se­rung noch einen wei­te­ren Effekt. Das Ter­ri­to­ri­al­ge­wäs­ser Japans wird erwei­tert sich damit fortlaufend.

Nis­hi­no­shi­ma am 12. Okto­ber 2021. Japan Coast Guard
Nis­hi­no­shi­ma am 24. Novem­ber 2020. Japan Coast Guard
Nis­hi­no­shi­ma am 7. Juni 2020. Japan Coast Guard

Der Stand­ort von Nishinoshima


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