Die Rück­kehr der Stadionstimmung

Ein Archiv­bild vom Base­ball-Sta­­di­on in Yoko­ha­ma. Nun darf es wie­der zur Hälf­te gefüllt wer­den. jarun­cha / Shut​ter​stock​.com

Lee­re Are­nen: An die­ses Bild muss­te man sich wäh­rend der Olym­pi­schen Som­mer­spie­le von Tokio gewöh­nen. Nicht nur Gäs­te aus Über­see, son­dern auch die japa­ni­sche Wohn­be­völ­ke­rung wur­de von den Sport­ver­an­stal­tun­gen aus­ge­schlos­sen. Japan begrün­de­te die­se Mass­nah­me mit dem Not­stand und den stei­gen­den Coro­na-Zah­len. Und den­noch war es für das Land eine aus­ser­ge­wöhn­li­che Mass­nah­me, die in die­ser Form nur für die Olym­pi­sche Spie­le galt. Denn zur glei­chen Zeit wur­den im Not­stands-Tokio wei­ter­hin Base­ball-Spie­­le mit Publi­kum durch­ge­führt. So war bei­spiels­wei­se nur eine Woche vor Beginn der Som­mer­spie­le der Tokyo Dome mit 10’000 Zuschau­ern gefüllt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Für Japan galt stets der Grund­satz, selbst im Aus­nah­me­zu­stand auf einen ganz har­ten Lock­down mit Zwangs­schlies­sun­gen zu ver­zich­ten. Dies führ­te dazu, dass auch Sport­ver­an­stal­tun­gen – mit Aus­nah­me der Som­mer­spie­le – wei­ter­hin mit Publi­kum statt­fin­den durf­ten, wobei jeweils nur eine begrenz­te Anzahl an Zuschau­ern in die Are­nen gelas­sen wur­den. Zuletzt galt die Vor­ga­be von maxi­mal 10’000 Zuschau­ern in gros­sen Are­nen. Der­weil durf­ten klei­ne­re Sta­di­en die Sitz­plät­ze bis zur Hälf­te fül­len. Zudem wur­de zwi­schen Ver­an­stal­tun­gen mit und ohne Zwi­schen­ru­fen des Publi­kums unter­schie­den. Es war kom­pli­ziert. Selbst nach dem Ende des Not­stan­des am 1. Okto­ber 2021 hiel­ten die Behör­den an die­sen Regeln fest. 

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Die neue Phase

Die­se Über­gangs­pha­se ist nun been­det. Am 1. Novem­ber ist die 10’000er-Regel weg­ge­fal­len. Neu dür­fen die Sta­di­en zur Hälf­te gefüllt wer­den und dies für jeg­li­che Art von Gross­an­läs­sen, wie für Base­ball, Fuss­ball oder Kon­zer­te. Bereits das gest­ri­ge Fuss­ball­spiel zwi­schen Yoko­ha­ma und Osa­ka zähl­te 21’528 Zuschau­er (hier Ein­drü­cke der Stim­mung). Für Japan ist es ein wei­te­rer Schritt in Rich­tung Nor­ma­li­tät. Die Coro­na-Zah­len sind seit Wochen tief. Zudem sind nun fast 80 Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung geimpft. 

Die Pla­nung für wei­te­re Locke­run­gen ist in vol­lem Gan­ge. Denn seit eini­gen Wochen fin­den auch Sport­ver­an­stal­tun­gen statt, bei denen auf Ver­suchs­ba­sis zusätz­li­che Zuschau­er­be­rei­che für Per­so­nen geöff­net wer­den, die eine Impf­be­schei­ni­gung oder einen nega­ti­ven Coro­na-PCR-Test vor­wei­sen können. 

Locke­rung in der Gastronomie

Eine ähn­li­che Locke­rung erfah­ren hat die Gas­tro­no­mie. In den bei­den Metro­po­len Tokio und Osa­ka, die am stärks­ten von den Not­stän­den und den behörd­li­chen For­de­run­gen betrof­fen waren, dür­fen die Restau­rants wie­der ohne Auf­la­gen alko­ho­li­sche Geträn­ke aus­schen­ken und bis in die Nacht­stun­den öff­nen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Selbst im Rei­se­ver­kehr tut sich etwas. Für Geschäfts­rei­sen­de, Aus­tausch­stu­den­ten und Prak­ti­kan­ten sol­len die Gren­zen wie­der geöff­net wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In Japan beginnt eine neue Phase.

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