Das japa­ni­sche Essparadies

Seit 2009 schrei­be ich die­sen Blog. Über 4700 Arti­kel haben sich so ange­sam­melt. In die­ser Serie stel­le ich einen über­ar­bei­te­ten und aktua­li­sier­ten Bei­trag aus die­sem Archiv vor. Der fol­gen­de Arti­kel erschien am 13. Sep­tem­ber 2018.

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Japans Ess­kul­tur ist spä­tes­tens seit dem Doku­men­tar­film Jiro Dreams of Sushi welt­be­rühmt. Die UNESCO hat die japa­ni­sche Küche, Was­ho­ku genannt, 2013 gar zum Welt­kul­tur­er­be erklärt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Tokio besitzt die viel­fäl­tigs­te Restau­rant­kul­tur über­haupt. In die­ser Fas­zi­na­ti­on geht jedoch ger­ne ver­ges­sen, dass man das bes­te japa­ni­sche Essen nicht nur in exklu­si­ven Ess­tem­peln, ver­steck­ten Sushi-Loka­len und aus­ge­fal­le­nen Mikro-Restau­rants findet. 

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So ist für vie­le Japa­ner das bes­te Essen immer noch die häus­li­che Küche, Katei Ryo­ri auf Japa­nisch genannt. Zumeist steht die japa­ni­sche Mut­ter, die Okā­san, am Ursprung die­ser Koch­kunst. Katei Ryō­ri ist viel­fäl­tig, schlicht und zugleich unschlag­bar gut. Hier beginnt die Lei­den­schaft von jedem japa­ni­schen Gour­met. Die­se Küche bil­det die Basis für den Erfolg Japans als Food-Nati­on (sie­he im obi­gen Film eine klei­ne Hom­mage an die­se Esskultur). 

Kauf­häu­ser und Supermärkte

Die Lebens­mit­tel­ab­tei­lun­gen im Unter­ge­schoss der gros­sen Kauf­häu­ser sind ein zwei­ter Geheim­tipp. In die­sen soge­nann­ten Depa­chi­ka taucht man in ein wah­res Ess­pa­ra­dies ein. Die Aus­wahl an exklu­si­ven Oben­to-Lunch­bo­xen, Frisch­wa­ren, Früch­ten, Geträn­ken und Süs­sig­kei­ten ist uner­schöpf­lich. Aus­ser­dem sind hier auch stets berühm­te regio­na­le Restau­rants und Kon­di­to­ren ver­tre­ten. Hier ver­steht man erst die Dimen­si­on der japa­ni­schen Ess­kul­tur. In eini­gen Kauf­häu­sern gibt es sogar die klas­si­schen Dach­ter­ras­sen, wo man sei­ne Lunch­box gemüt­lich zu sich neh­men darf. 

Genau­so fas­zi­nie­rend sind die nor­ma­len gros­sen Super­märk­te, die man in jedem grös­se­ren Stadt­vier­tel in Japan fin­det. Auch die­se Orte zeich­nen sich dadurch aus, dass täg­lich frisch zube­rei­te­te Lunch­bo­xen in allen Varia­tio­nen ange­bo­ten wer­den, die qua­li­ta­tiv noch ein­mal bes­ser sind als in den Mini­märk­ten. Man kann hier gar nichts falsch machen. Und das schöns­te dar­an ist, dass es noch güns­ti­ger als in vie­len Restau­rants ist.

Die häus­li­che japa­ni­sche Küche. Asi­en­spie­gel
Sushi-Aus­­­wahl im Super­markt Asi­en­spie­gel
Die Aus­wahl an Lunch­bo­xen ist rie­sig Asi­en­spie­gel
In einem Super­markt in Osa­ka. Asi­en­spie­gel
Lunch­bo­xen für unter­wegs. Asi­en­spie­gel
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