Hef­ti­ge Schnee­fäl­le in Japan

Eine Kalt­front der stärks­ten Klas­se, die es so nur alle paar Jah­re gibt, sorgt seit Sams­tag für hef­ti­ge Schnee­fäl­le in Japan. Betrof­fen ist haupt­säch­lich das tra­di­tio­nel­le Schnee­land auf der Sei­te des Japa­ni­schen Mee­res, das bis hoch zur Nord­in­sel Hok­kai­do reicht (sie­he Kar­te oben). In Sukayu in den Ber­gen von Aom­ori fiel bis am Sonn­tag 173 Zen­ti­me­ter, in Horoka­nai auf der Nord­in­sel Hok­kai­do 131 und in Hijio­ri-Onsen mit­ten in den Ber­gen der Prä­fek­tur Yama­ga­ta 111 Zen­ti­me­ter Neu­schnee (sie­he Tweets ganz unten). Die Behör­den haben die Men­schen in den betrof­fe­nen Regio­nen gebe­ten, mög­lichst zuhau­se zu bleiben. 

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In der Burg­stadt Hiko­ne beim Biwa-See in der Prä­fek­tur Shi­ga und in den Ber­gen der Prä­fek­tur Hyo­go wur­den sogar loka­le Rekor­de ver­zeich­net. Auch in Tokio wur­de der ers­te sanf­te Schnee­fall des Jah­res regis­triert, 17 Tage frü­her als im ver­gan­ge­nen Win­ter. Die Schnee­stür­me hal­ten in vie­len Regio­nen bis zum 28. Dezem­ber an. Selbst in Regio­nen wie Shi­ko­ku und Kyus­hu, wo es nicht regel­mäs­sig schneit, wird 10 bis 20 Zen­ti­me­ter Schnee erwartet. 

Schnee wäh­rend der Feiertagszeit

Der Win­ter­ein­bruch fällt aus­ge­rech­net in eine Zeit, in der viel gereist wird. Am Jah­res­en­de fah­ren vie­le Japa­ner in ihre Hei­mat­re­gi­on, um gemein­sam mit der gan­zen Fami­lie den Über­gang ins neue Jahr zu fei­ern. Der Win­ter­ein­bruch hat die­ses Vor­ha­ben erschwert. Der Auto­ver­kehr kam in vie­len Regio­nen ins Sto­cken. Bahn­be­trei­ber JR West muss­te zeit­wei­se bis zu 69 Express-Ver­bin­dun­gen ein­stel­len. Japan Air­lines annul­lier­te ges­tern 51 und ANA 79 Inlands­flü­ge. Auch auf den Shink­an­sen-Stre­cken muss­te mit Ver­spä­tun­gen gerech­net werden. 

Gefähr­li­che Schneemassen

In Japan kommt es im Win­ter immer wie­der zu Schnee­stür­men, die so hef­tig sind, dass in kür­zes­ter Zeit eine Wei­ter­fah­rt auf Auto­bah­nen und Stras­sen nicht mehr mög­lich ist (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Am heu­ti­gen 27. Dezem­ber ereig­ne­te sich die­ses Phä­no­men in der Prä­fek­turu Shi­ga. Der­weil gibt es für die Haus­be­sit­zer wäh­rend und nach den Schnee­fäl­len viel zu tun. Um wei­te­ren Scha­den zu ver­hin­dern, müs­sen meter­ho­he schwe­re Schnee­ber­ge von den Dächern ent­fernt wer­den. Yuki­o­ro­shi nennt sich dies auf Japa­nisch. Die Arbeit ist kraft­rau­bend und nicht unge­fähr­lich. Dabei kommt es immer wie­der zu töd­li­chen Unfällen.

In den gelb-roten Gebie­ten hat es am 26. Dezem­ber 2021 beson­ders stark geschneit. Japan Meteo­ro­lo­gi­cal Agency

Ein­drü­cke von den Schneefällen


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