Das unend­li­che Treppenhaus

Zur­zeit ist Japan in wei­ter Fer­ne. Träu­men von einer Japan-Rei­­se darf man aber wei­ter­hin. In die­ser Serie stel­le ich Orte vor, die man besu­chen soll­te, sobald die­se Kri­se ein­mal vor­bei ist. Wei­te­re Inspi­ra­tio­nen fin­den Sie in mei­nem Rei­se­buch «Jan in Japan – 60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to».

Das «Infi­ni­te Stair­ca­se» von Lean­dro Erlich. Asi­en­spie­gel

JAN IN JAPAN – Die Stadt Kana­za­wa am Japa­ni­schen Meer ist bekannt für ihre his­to­ri­schen Orte. Der Gar­ten Ken­ro­ku­en gehört zu den schöns­ten des Lan­des. Der­weil füh­ren die drei Tee­haus­vier­tel Higa­shi-Cha­ya­ga, Nishi-Cha­ya­gai und Kazu­e­ma­chi sowie das Samu­rai-Vier­tel Naga­ma­chi Bukey­a­s­hi­ki die Besu­cher in eine ande­re Zeit (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Aus­ser­dem wur­de in den ver­gan­ge­nen Jah­ren die Burg­an­la­ge schritt­wei­se wie­der­auf­ge­baut (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Janu­ar 2022 – Ich wün­sche allen ein fro­hes neu­es Jahr! Ein ganz spe­zi­el­ler Dank geht an alle Leser, die die­sen Blog mit einem Abo unter­stüt­zen.

Zugleich schlägt die Stadt mit dem 21st Cen­tu­ry Muse­um und dem D.T. Suzu­ki Muse­um einen archi­tek­to­nisch ein­drück­li­chen Bogen zur Moder­ne. Seit Juli 2020 besitzt Kana­za­wa eine wei­te­re Sehens­wür­dig­keit, die sich der Gegen­wart wid­met. Das KAMU Kana­za­wa ist ein pri­va­tes zeit­ge­nös­si­sches Kunst­mu­se­um, das sich über meh­re­re Stand­or­te im Zen­trum ver­teilt. Im Stil der Kunst­in­seln Nao­s­hi­ma und Teshi­ma (Asi­en­spie­gel berich­te­te) wer­den bestehen­de Gebäu­de, Dach­ter­ras­sen und his­to­ri­sche Häu­ser kunst­voll umfunktioniert. 

Ein Trep­pen­haus und eine Bar

Die Lip Bar von Dai­do Moriy­a­ma. Asi­en­spie­gel

Die Aus­stel­lun­gen und The­men wech­seln regel­mäs­sig. Gleich­zei­tig besitzt Kamu Kana­za­wa auch eini­ge per­ma­nen­te Instal­la­tio­nen, die sich jetzt schon zu Sym­bo­len die­ses Pro­jek­tes ent­wi­ckelt haben. Hier­zu gehört am Haupt­stand­ort Kamu Cen­ter das Infi­ni­te Stair­ca­se des Künst­lers Lean­dro Erlich, der einem Trep­pen­haus neue Per­spek­ti­ven ver­lie­hen hat (sie­he Foto ganz oben). Erlich ist in Kana­za­wa kein Unbe­kann­ter. Mit dem begeh­ba­ren Swim­ming­pool im 21st Cen­tu­ry Muse­um hat er bereits einen Besu­cher­ma­gne­ten erschaf­fen. Der­weil hat der Foto­graf Dai­do Moriy­a­ma eine Bar gestal­tet, deren gesam­ter Raum mit sei­ner berühm­ten Lip­pen-Foto­ga­fie tape­ziert wur­de. Der Ort ist nicht nur ein Kunst­werk, son­dern auch tat­säch­lich eine Bar, die jeweils von 20 bis 24 Uhr geöff­net hat. 

Eines der neu­es­ten Pro­jek­te ist das Kamu Tata­mi. Es han­delt sich um ein altes Tee­haus, das reno­viert und zur Büh­ne für Video­kunst umfunk­tio­niert wur­de. Der­zeit wird dort ein Werk von Go Watana­be gezeigt. Ganz in der Nähe befin­det sich das Kamu Black Black, in dem der Künst­ler Roy­ichi Kuro­ka­wa mit Laser, Stro­bo­skop, Lich­ter und Geräu­schen ein dyna­mi­sches und lau­tes Kunst­werk kre­iert hat. 

Kamu Kana­za­wa wird lau­fend aus­ge­baut. Bereits am 17. Dezem­ber 2021 wird der inzwi­schen sechs­te Stand­ort mit dem Namen Kamu k≐k eröff­net. Kamu Kana­za­wa ver­leiht der his­to­ri­schen Stadt eine neue moder­ne Aura. Man darf gespannt auf die wei­te­ren Pro­jek­te sein.

Nicht nur ein Kunst­werk: In den Nacht­stun­den wird hier tat­säch­lich eine Bar betrie­ben. Asi­en­spie­gel
Der Stand­ort «Kamu Tata­mi» wid­met sich der Video­kunst. Asi­en­spie­gel
Eine Ani­ma­ti­on von Go Watana­be ist im «Kamu Tata­mi» zu sehen. Asi­en­spie­gel
Das «Kamu Black Black» ist ein dyna­misch-geräusch­vol­les Kunst­werk. Asi­en­spie­gel

Der Haupt­stand­ort von Kamu Kana­za­wa


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