Will­kom­men im neu­en Jahr!

Mor­gen­stun­den beim Fuji. Focus­Sto­cker / Shut​ter​stock​.com

Will­kom­men im 2022! In Japan haben die ers­ten Tage des neu­en Jah­res eine beson­de­re Bedeu­tung. In die­ser Zeit besucht man gemein­sam mit der Fami­lie einen shin­tois­ti­schen Schrein (oder alter­na­tiv einen bud­dhis­ti­schen Tem­pel), um für das Glück und die Gesund­heit zu beten. Hats­umō­de, «der ers­te Schrein­be­such», nennt sich die­se Tra­di­ti­on. Der «ers­te Akt» nimmt ganz all­ge­mei­ne eine wich­ti­ge Rol­le ein. So scheu­en vie­le weder Mühe noch Kos­ten, um den ers­ten Son­nen­auf­gang (jp. Hatsu­hi­n­ode) von einem mög­lichst schö­nen Aus­sichts­punkt zu erle­ben. Die Meteo­ro­lo­gen publi­zie­ren eigens Wet­ter­kar­ten, die Pro­gno­sen dar­über machen, in wel­chen Regio­nen man einen unge­trüb­ten Aus­blick auf die auf­ge­hen­de Son­ne haben wird. Für die­sen Neu­jahrs­mor­gen waren die Vor­aus­sa­gen beson­ders gut. 

Janu­ar 2022 – Ich wün­sche allen ein fro­hes neu­es Jahr! Ein ganz spe­zi­el­ler Dank geht an alle Leser, die die­sen Blog mit einem Abo unter­stüt­zen.

Beson­ders begehrt sind die mor­gend­li­chen Inlands­flü­ge, bei denen man den Son­nen­auf­gang über dem Berg Fuji sehen kann. Denn wenn der ers­te Traum im neu­en Jahr, Hats­uyu­me auf Japa­nisch genannt, vom Berg Fuji han­delt, dann bringt das Glück, heisst es. Auch ein Traum von einem Fal­ken und einer Auber­gi­ne sol­len zu einem erfolg­rei­chen Jahr füh­ren. Mit dem Sprich­wort «Ichi-Fuji, Ni-Taka, San-Nasubi» mer­ken sich die Japa­ner die­sen Aber­glau­ben. Der Fuji steht für den höchs­ten Berg, der Fal­ke (taka) für ein intel­li­gen­tes und star­kes Tier und das japa­ni­sche Wort für Auber­gi­ne (nasubi) kann man mit dem Verb nasu in Ver­bin­dung brin­gen, das mit «etwas errei­chen» oder «etwas voll­brin­gen» über­set­zt wer­den kann. Ande­re sagen, dass die Auber­gi­ne in der Edo-Zeit eine Luxus­wa­re war und daher Glück brin­gen soll.

In eige­ner Sache

Der per­fek­te Traum in der Neu­jahrs­nacht. Ira­s­uto­ya

An die­ser Stel­le möch­te ich mich bei allen Lesern für das anhal­ten­de Inter­es­se und die Treue herz­lich bedan­ken. In den ver­gan­ge­nen zwei Jah­ren hat sich viel ver­än­dert. Für mei­ne Arbeit sind es kei­ne ein­fa­chen Zei­ten. Immer wie­der zweif­le ich am Sinn mei­ner täg­li­chen Bericht­erstat­tung über ein Land, das für einen Gross­teil mei­ner Leser gar nicht mehr zugäng­lich ist. Trotz allem möch­te ich wei­ter­hin ein Fens­ter nach Japan bie­ten, so wie ich es seit 2009 tue. Zu stark lie­gen mir die­ses Land, sei­ne Kul­tur und Men­schen am Herzen. 

Mög­lich ist dies nur, weil seit zwei Jah­ren vie­le Lese­rin­nen und Leser die­sen Blog frei­wil­lig und nach­hal­tig unter­stüt­zen. Auch 2022 wer­de ich auf die­se Gross­zü­gig­keit und die­ses Inter­es­se ange­wie­sen sein. Ich dan­ke Ihnen von Her­zen und wün­sche ein fro­hes und gesun­des neu­es Jahr. 

Der­weil träu­me ich an die­sem Neu­jahrs­mor­gen davon, irgend­wann in naher Zukunft über die Öff­nung des Lan­des für alle berich­ten zu dürfen. 


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