Ghi­b­li-Park: Ers­te Einblicke

Auf dem ehe­ma­li­gen Welt­aus­stel­lungs­ge­län­de von 2005 bei Nago­ya ent­steht ein Ver­gnü­gungs­park, der sich der fas­zi­nie­ren­den Welt des Stu­dio Ghi­b­li von Hayao Miya­za­ki, Toshio Suzu­ki und dem ver­stor­be­nen Isao Taka­ha­ta wid­men wird. Gebaut wird die­se Welt in Zusam­men­ar­beit mit der Prä­fek­tur Aichi, die Haupt­in­ves­to­rin die­ses 34 Mil­li­ar­den Yen teu­ren Pro­jekts ist (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Die Bau­ar­bei­ten haben im Juli 2020 begon­nen. Nun steht das offi­zi­el­le Eröff­nungs­da­tum fest. Am 1. Novem­ber 2022 wer­den die drei Area­le «Lager­haus», «Hügel der Jugend» und «Don­do­ko-Wald» ihre Tore öff­nen. Als Vor­ge­schmack auf die­ses Ereig­nis haben Stu­dio Ghi­b­li und die Prä­fek­tur Aichi ers­te offi­zi­el­le Fotos der Bau­ar­bei­ten veröffentlicht. 

Dar­auf ist zu sehen, wie der Ghi­b­li-Park Kon­tu­ren annimmt. Im Lager­haus ist die zen­tra­le Trep­pe bereits gebaut. Auf dem «Hügel der Jugend» wird fleis­sig am Turm, einem künf­ti­gen Wahr­zei­chen des Parks, und dem Haus aus «Stim­me des Her­zens – Whis­per of the Heart» gebaut. Aus­ser­dem wur­de am heu­ti­gen 1. Febru­ar 2022 die offi­zi­el­le Web­site von Ghi­b­li Park publiziert. 

Eine Chan­ce für die Regi­on Nagoya

«Play along with the Wind» setzt die Prä­fek­tur Aichi im Ghi­b­li-Stil in Sze­ne. Aichi Tou­rism Bureau / Youtube

Für die Prä­fek­tur Aichi ist die­ses Pro­jekt eine rie­si­ge Chan­ce. Denn viel zu ger­ne geht die Regi­on mit der Mil­lio­nen­stadt Nago­ya, die geo­gra­fisch zwi­schen Tokio und Osa­ka gele­gen ist, ver­ges­sen. In Nago­ya spricht man in die­sem Zusam­men­hang von Nago­ya toba­shi, «Nago­ya über­ge­hen» (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die Hoff­nung ist gross, dass der Ghi­b­li-Park den Blick auf die­se viel­fäl­ti­ge Regi­on im Her­zen Japans ver­än­dern wird.

Die Prä­fek­tur hat die Chan­ce erkannt. Mit dem Kurz­film «Play along with the Wind», der von Stu­dio Ghi­b­li pro­du­ziert wur­de, stellt sie im Stil des legen­dä­ren Ani­me-Stu­di­os die Sehens­wür­dig­kei­ten der Regi­on vor. Das Werk endet Werk im seit 2005 bestehen­den Haus von Sats­uki und Mei aus «Mein Nach­bar Toto­ro», das eben­falls Teil des neu­en Ghi­b­li-Parks sein wird. 


Ghi­b­li-Park: Eine Übersicht

1) Seis­hun no oka: «Der Hügel der Jugend»

«Der Hügel der Jugend». © Stu­dio Ghibli

Eröff­nung: 1. Novem­ber 2022 – Als Haupt­ein­gang des Parks wird ein Turm die­nen. Die Atmo­sphä­re soll hier an die Ani­mes «Das Schloss im Him­mel» und «Das wan­deln­de Schloss» erin­nern. Auch das unver­kenn­ba­re Haus aus «Stim­me des Her­zens» wird dort ste­hen. Die Bau­ar­bei­ten sind seit Juli 2020 im Gange. 

Der Turm und das Haus ent­ste­hen: Die Bau­stel­le im Janu­ar 2022. © Stu­dio Ghibli
Die­ses Are­al wird der Ein­gangs­be­reich sein. © Stu­dio Ghibli

2) Ghi­b­li no Daisō­ko: «Das Ghibli-Lagerhaus»

«Das Ghi­b­­li-Lager­haus». © Stu­dio Ghibli

Eröff­nung: 1. Novem­ber 2022 – Die­ser Teil wird das Zen­trum des Ghi­b­li-Parks. Es han­delt sich um einen über­dach­ten Bereich, den man auch bei schlech­tem Wet­ter besu­chen kann. Es ent­steht eine klei­ne Stadt mit ver­schie­dens­ten archi­tek­to­ni­schen Anspie­lun­gen an die Ghi­b­li-Fil­me. Läden, Restau­rants, Aus­stel­lungs­räu­men und ein Kino sor­gen für die Unter­hal­tung. Allein die­ses Are­al ist drei­mal grös­ser als das bestehen­de Ghi­b­li-Muse­um in Mit­a­ka bei Tokio. 

Die zen­tra­le Trep­pe im «Lagerhaus»-Areal, im Janu­ar 2022. © Stu­dio Ghibli
Das Lager­haus-Are­al allei­ne wird drei Mal grös­ser sein als das Ghi­b­li-Muse­um in Mit­a­ka. © Stu­dio Ghibli
Eine klei­ne Ghi­b­­li-Stadt wird in die­sem Are­al ent­ste­hen. © Stu­dio Ghibli

3) Don­do­ko Mori: «Der Dondoko-Wald»

«Der Don­do­­ko-Wald». © Stu­dio Ghibli

Eröff­nung: 1. Novem­ber 2022 – Seit den Tagen der Welt­aus­stel­lung von Aichi 2005 exis­tiert an die­sem Ort ein nach­ge­bau­tes Haus der Schwes­tern Sats­uki und Mei aus dem Ani­me «Mein Nach­bar Toto­ro» (sie­he auch Tweet ganz oben). Das Gelän­de wird in den Ghi­b­li-Park inte­griert. Zusätz­lich wird eine Toto­ro-Sta­tue entstehen. 

Eine höl­zer­ne für Kin­der begeh­ba­re Toto­ro-Sta­tue wird hier ent­ste­hen. © Stu­dio Ghibli

4) Monono­ke no Sato – «Das Monoke-Dorf»

«Das Mono­­ke-Dorf». © Stu­dio Ghibli

Geplan­te Eröff­nung: 2023 – Die­ser Bereich wird sich ganz der fas­zi­nie­ren­den Natur­welt von «Prin­zes­sin Monono­ke» (jp. «Mono­­­­­­­no­­ke-hime») wid­men, mit Figu­ren und Häu­sern aus dem Ani­me von 1997, der Miya­za­ki zum end­gül­ti­gen inter­na­tio­na­len Durch­bruch ver­half. Auch die Eisen­hüt­ten-Stadt Tatara­ba soll im Klein­for­mat nach­ge­baut werden. 

Die Eisen­hüt­ten­stadt Tatara­ba aus «Prin­zes­sin Monono­ke». © Stu­dio Ghibli

5) Majo no tani – «Das Tal der Hexen»

«Das Tal der Hexen». © Stu­dio Ghibli

Geplan­te Eröff­nung: 2023 – Die­ses Are­al wird sich den bei­den Ani­mes «Das wan­deln­de Schloss» und «Kikis klei­ner Lie­fer­ser­vice» wid­men, in denen Hexen eine zen­tra­le Rol­le spie­len. Hier soll die euro­päi­sche Atmo­sphä­re der bei­den Wer­ke auf­le­ben. Auch die Bäcke­rei, in der Kiki arbei­tet, wird man dort fin­den. Aus­ser­dem wird eine 16 Meter hohe Repli­ka des legen­dä­ren wan­deln­den Schlos­ses gebaut. Das Stu­dio Ghi­b­li hat hier­zu eine Com­pu­ter­gra­fik publiziert. 

Das wan­deln­de Schloss wird im Ghi­b­li Park zu fin­den sein. © Stu­dio Ghibli

Die Lage der fünf Area­le. © Stu­dio Ghibli
Um die fünf Area­le zu ver­bin­den, ent­ste­hen neue Ver­bin­dungs­we­ge. Auch Ruheor­te und zusätz­li­che Park­plät­ze wer­den gebaut. © Stu­dio Ghibli

Das Logo des künf­ti­gen «Ghi­b­li Park» bei Nago­ya. © Stu­dio Ghibli

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