Miya­s­hi­ta-Park: Tokios High-Line

Zur­zeit ist Japan in wei­ter Fer­ne. Träu­men von einer Japan-Rei­­se darf man aber wei­ter­hin. In die­ser Serie stel­le ich Orte vor, die man besu­chen soll­te, sobald die­se Kri­se ein­mal vor­bei ist. Wei­te­re Inspi­ra­tio­nen fin­den Sie in mei­nem Rei­se­buch «Jan in Japan – 60 Orte abseits von Tokio und Kyo­to».

Der Miya­s­hi­ta-Park-Kom­plex, dahin­ter der Wolk­ren­krat­zer Shi­bu­ya Scram­ble Squa­re. Asi­en­spie­gel

Unweit des Tokio­ter Bahn­hofs Shi­bu­ya mit dem welt­be­rühm­ten Scram­ble Crossing und dem 2019 eröff­ne­ten Wol­ken­krat­zer Shi­bu­ya Scram­ble Squa­re mit der atem­be­rau­ben­den Aus­sichts­platt­form (Asi­en­spie­gel berich­te­te) hat das leben­di­ge Quar­tier im ver­gan­ge­nen Jahr ein neu­es Wahr­zei­chen erhal­ten. Es ist der 300 Meter lan­ge, drei­stö­cki­ge Kom­plex Miya­s­hi­ta-Park, der auf zwei Stock­wer­ken Geschäf­te und Restau­rants und zuoberst eine Park­an­la­ge mit einer Grün­flä­che, Spa­zier­we­gen, Sitz­bän­ken, einem Café, einem mul­ti­funk­tio­na­len Platz und einer Klet­ter­wand anbie­tet. Am Ende die­ses Kom­ple­xes neben den Glei­sen erhebt sich ein Hotelhochhaus. 

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Die begrün­ten Bögen über der Open-Air-Platt­form geben dem Park sein unver­kenn­ba­res Aus­se­hen. Eine wei­te­re Beson­der­heit ist die lang­ge­zo­ge­ne neue Bar- und Restau­rant-Stras­se im Erd­ge­schoss. Sie fügt sich kon­zep­tu­ell in das his­to­ri­sche Mikro­bar-Vier­tel Non­bei-Yokocho ein, das ein popu­lä­res Über­bleib­sel der Nach­kriegs­ära ist und inzwi­schen der letz­te Ort im erwei­ter­ten Bahn­hofs­are­al von Shi­bu­ya ist, der noch nicht der umfas­sen­den Infra­struk­tur-Erneue­rung zum Opfer gefal­len ist. 

Die Geschich­te von Miyashita-Park

Der Miya­s­hi­ta-Park hat eine beweg­te Geschich­te hin­ter sich. 1930 wur­de die­se Anla­ge als Ver­weil­zo­ne auf Stras­sen­hö­he gebaut. Schliess­lich wur­de 1964 der dane­ben­lie­gen­de Fluss in den Unter­grund ver­legt. Es ent­stand ein Park­haus und dar­auf die ers­te höher geleg­te Grün­flä­che der Stadt. 

Nach dem Plat­zen der Wirt­schafts­bla­se wur­de der Miya­s­hi­­ta-Park zu einem Ort für Obdach­lo­se. 2004 leb­ten hier noch 105 Men­schen in Zel­ten, 2010 zog die letz­te Per­son weg. 2011 wur­de der Park reno­viert und für weni­ge Jah­re als Erho­­lungs- und Sport­flä­che betrie­ben. Nun hat mit dem Neu­bau ein neu­es Kapi­tel für die­sen geschichts­träch­ti­gen Ort begonnen.

Die obers­te Pas­sa­ge lädt zum Spa­zie­ren und Ver­wei­len ein. Asi­en­spie­gel
Auch Hachi­ko darf nicht feh­len. Asi­en­spie­gel
Am Ende des Parks erhebt sich ein neu­es Hoch­haus-Hotel. Asi­en­spie­gel
Shi­bu­ya-Yokocho: Ein neu­er nächt­li­cher Treff­punkt. Asi­en­spie­gel
Die­ser Ort wur­de der klas­si­schen Yokocho-Atmo­sphä­re nach­emp­fun­den. Asi­en­spie­gel
Zahl­rei­che Bars und Restau­rants rei­hen sich hier anein­an­der. Asi­en­spie­gel
Das ori­gi­na­le Non­bei-Yokocho-Vier­tel befin­det sich gleich dahin­ter. Asi­en­spie­gel

Der Stand­ort von Miyashita-Park


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