Kirsch­blü­ten in Tokio

Seit 2009 schrei­be ich die­sen Blog. Über 4800 Arti­kel haben sich so ange­sam­melt. In die­ser Serie stel­le ich einen über­ar­bei­te­ten Bei­trag aus die­sem Archiv vor. Der fol­gen­de Arti­kel erschien am 15. März 2019.

Kirschblüten in Meguro.
Kirsch­blü­ten in Megu­ro. Asi­en­spie­gel

In Japan ist Kirsch­blü­ten­zeit. Schon an die­sem Wochen­en­de steu­ern vie­le Regio­nen auf die vol­le Blü­te zu. In Tokio wird der Höhe­punkt am mor­gi­gen 27. März 2022 erreicht sein. Dann zei­gen sich die vie­len Park­an­la­gen der Haupt­stadt von ihrer schöns­ten Sei­te. Nach nur weni­gen Tagen ist der Zau­ber vor­bei. Auch in die­sem Jahr ist vie­les anders. In den öffent­li­chen Park­an­la­gen ver­hin­dern Absper­run­gen die tra­di­tio­nell feucht­fröh­li­chen Fei­ern unter den Bäu­men. Die Besu­cher wer­den sich auf­grund des erhöh­ten Coro­na-Infek­ti­ons­ri­si­kos auf einen Spa­zier­gang und ein kurz­zei­ti­ges Ver­wei­len beschrän­ken müs­sen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Im Fol­gen­den eine Über­sicht schö­ner Kirsch­blü­ten-Spots in Tokio (inkl. Über­sichts­kar­te ganz unten).

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Chi­dori­ga­fu­chi

Chi­dori­ga­fu­chi
Chi­dori­ga­fu­chi Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Ent­lang des Gra­bens um den Kai­ser­pa­last erstreckt sich auf 700 Metern Län­ge die grü­ne Ufer­pro­me­na­de Chi­dori­ga­fu­chi, die in ganz Tokio für ihre Kirsch­blü­te berühmt ist. Zir­ka 260 Kirsch­bäu­me ste­hen hier. Ein ganz beson­de­rer Aus­blick bie­tet sich vom Was­ser aus. Wäh­rend des Kirsch­blü­ten­fes­tes ist der Boots­be­trieb auch abends geöffnet.


Yoyo­gi-Park

Yoyogi-Park
Yoyo­gi-Park Asi­en­spie­gel

Der Yoyo­gi-Park ist die grü­ne Lun­ge im Her­zen Tokios. Hier ver­brin­gen vie­le Stadt­be­woh­ner ihre Frei­zeit am Wochen­en­de. Der Park behei­ma­tet unzäh­li­ge Kirsch­bäu­me. Er ist ein idea­ler Ort für die Blumenschau. 


Megu­ro-Fluss

Der Megu­ro-Fluss.
Der Megu­ro-Fluss. Asi­en­spie­gel

Zu den schöns­ten Pro­me­na­den gehört der 3,8 Kilo­me­ter lan­ge Megu­ro-Fluss im belieb­ten Stadt­vier­tel Naka­me­gu­ro, süd­lich von Shi­bu­ya. Hier umsäu­men rund 800 Kirsch­bäu­me die Fluss­ufer und bil­den eine Art Tun­nel aus einer weiss-rosa Blü­ten­pracht (Asi­en­spie­gel berich­te­te).


Ueno-Park

Kirsch­blü­ten­schau im Ueno-Park im ver­gan­ge­nen Jahr.
Kirsch­blü­ten­schau im Ueno-Park im ver­gan­ge­nen Jahr. image_​vulture / Shut​ter​stock​.com

Seit der Edo-Zeit ist der Ueno-Park mit sei­nen über 1000 Kirsch­bäu­men einer der bekann­tes­ten Plät­ze Tokios, um die Blü­ten­pracht zu bewun­dern. Tau­sen­de fei­ern hier die Blu­men­schau. Die Geschich­te der dor­ti­gen Kirsch­blü­te reicht bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück (Asi­en­spie­gel berich­te­te).


Sumi­da-Park

Am Sumi­da-Fluss.
Am Sumi­­da-Fluss. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Einen der belieb­tes­ten Orte fin­den Besu­cher der Metro­po­le direkt am Sumi­­da-Fluss, zwi­schen den Brü­cken Azuma­ba­shi und Saku­ra­ba­shi. Mehr als 1000 Kirsch­bäu­me säu­men die Ufer des Sumi­­da-Flus­­ses und der Tokyo Skyt­ree im Hin­ter­grund bil­det die per­fek­te Kulis­se für das Farbspektakel.


Shin­juku Gyo­en Natio­nal Garden

Shin­juku-Gyo­en-Park
Shin­juku-Gyo­en-Park Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Es han­delt sich um eine der grös­se­ren Park­an­la­gen der Haupt­stadt. Mit rund 1300 Kirsch­bäu­men – dar­un­ter 65 unter­schied­li­che Sor­ten – wech­seln sich hier die schöns­ten Rosa-Töne ab. Gegen Ende der Kirsch­blü­ten­zeit ist der weit­läu­fi­ge Rasen dicht mit Blü­ten­blät­tern besprenkelt.


Riku­gi-en

Die Trau­er­kir­sche im Rikugien.
Die Trau­er­kir­sche im Riku­gi­en. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

In Anleh­nung an eine Land­schaft aus einem japa­ni­schen Gedicht ent­stand der Riku­gi-en, ein beein­dru­cken­der Wan­del­gar­ten aus der Edo-Zeit. Ein beson­de­res High­light wäh­rend der Hana­mi-Wochen ist die zir­ka 70 Jah­re alte, 15 Meter hohe Trau­er­kir­sche (jap. Shi­da­res­a­ku­ra) – vor allem nachts, wenn die lang her­ab­hän­gen­den Zwei­ge mit ihren unzäh­li­gen Kirsch­blü­ten einem rosa Was­ser­fall gleichen.


Hama­ri­kyū

Hama­ri­kyu-Park.
Hama­­ri­kyu-Park. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Die gros­se Gar­ten­an­la­ge Hama­ri­kyū, deren Geschich­te bis in die Edo-Zeit zurück­reicht, befin­det sich gleich in der Nähe des alten Tsuki­ji-Fisch­­mar­k­­tes (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Sie grenzt eben­falls an die Bucht von Tokio und ist sogar mit dem Was­ser­ta­xi von Asa­ku­sa aus erreich­bar. Um die 100 Kirsch­bäu­me gibt es im Hama­ri­kyū zu sehen.


Yas­uku­ni-Schrein

Yas­uku­ni-Schrein.
Yas­­u­ku­­ni-Schrein. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Der Yas­uku­ni-Schrein sorgt inter­na­tio­nal regel­mäs­sig für Schlag­zei­len, wenn japa­ni­sche Poli­ti­ker dem Ort einen Besuch abstat­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Der Yas­uku­ni hat aber auch eine Sei­te, die kei­ne Kon­tro­ver­se her­vor­ruft. In der Anla­ge ste­hen 500 Kirsch­bäu­me, die unter genau­er Beob­ach­tung der Wet­ter­be­hör­de ste­hen. Wenn hier die Bäu­me blü­hen, beginnt in Japan ganz offi­zi­ell der Früh­ling (Asi­en­spie­gel berich­te­te).


Showa Memo­ri­al Park (Showa Kinen Kōen)

Volle Blüte im Showa Memorial Park in Tachikawa.
Vol­le Blü­te im Showa Memo­ri­al Park in Tachi­ka­wa. Nat­hapon Tri­rata­na­chat / Shut​ter​stock​.com

Der Show Memo­ri­al Park in Tachi­ka­wa ist mit 1 Mil­li­on Qua­drat­me­tern die gröss­te Park­an­la­ge im Haupt­stadt­ge­biet. Hier ste­hen 1500 Kirsch­bäu­me, die sich aus 30 ver­schie­de­nen Sor­ten zusam­men­set­zen. Der Park ist im Besitz des Staa­tes und wur­de 1983 eröff­net. Ein Teil der Anla­ge ist ein Flug­feld für die japa­ni­sche Air Force.


Asuka­y­a­ma Park

Asuky­a­ma-Park.
Asuky­a­­ma-Park. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Die­ser öffent­li­che Park befin­det sich im Stadt­teil Oji im Bezirk Kita gleich beim Bahn­hof Ojie­ki­mae (Toden-Ara­ka­wa-Line). Es war der 8. Sho­gun Toku­ga­wa Yoshi­mu­ne, der hier 1000 Kirsch­bäu­me pflan­zen liess. Seit­her ist er einer der wich­tigs­ten Orte für das all­jähr­li­che Kirsch­blü­ten­fest. Bis jeweils 21 Uhr ist der Park geöffnet.


Tokyo Mid­town und Rop­pon­gi Hills

Tokyo Mid­town.
Tokyo Mid­town. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Der rie­si­ge Büro- und Kauf­haus­kom­plex Tokyo Mid­town ist eine eige­ne Stadt in der Mega-City mit einer pit­to­res­ken Park­an­la­ge und 150 Kirsch­bäu­men, die eine Stras­se säu­men. Übri­gens gibt es in Rop­pon­gi Hills, das sich ganz in der Nähe befin­det, den Mōri Gar­den, eine klei­ne Grün­an­la­ge mit 75 Kirschbäumen. 


Kinu­ta-Park

Im Kinuta-Park im Bezirk Setagaya.
Im Kinu­ta-Park im Bezirk Setaga­ya. pho­toNN / Shut​ter​stock​.com

Der Kinu­ta-Park ist die Grün­an­la­ge des Bezirks Setaga­ya. Für die Lokal­be­völ­ke­rung und ins­be­son­de­re für Fami­li­en ist es ein belieb­ter Hana­mi-Spot. Es gibt hier viel Grün­flä­chen zum Verweilen. 


Koganei-Park

Im Koganei-Park.
Im Koganei-Park. Natu­re­Lover­Fa­sya / Shut​ter​stock​.com

Der Koganei-Park ist eine rie­si­ge Anla­ge, die an die vier Tokio­ter Städ­te Koganei, Kodai­ra, Nis­hi­to­kyo und Mus­a­s­hi­no grenzt. Der Park besitzt 1700 Kirsch­bäu­me. Zugleich ist im sel­ben Are­al auch das Edo-Tokyo Open Air Muse­um zuhause. 


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