Ein Onsen-Bade­ort aus einer ande­ren Zeit

Der berühm­te Ein­gangs­be­reich mit den his­to­ri­schen Gebäu­den. Asi­en­spie­gel

JAN IN JAPAN – Nyu­to-Onsen ist ein Bade­ort aus einer ande­ren Zeit. Abge­schie­den in den dicht bewal­de­ten Ber­gen der Prä­fek­tur Aki­ta, unweit des Cal­de­rasees Taza­wa, befin­det sich hier eine Ansamm­lung von acht Ryokan-Herbergen. 

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Das berühm­tes­te ist das Tsu­ru­n­oyu Onsen, des­sen Geschich­te bis in die Edo-Zeit (1603 – 1868) zurück­reicht. Tsu­ru­n­oyu bedeu­tet «die heis­se Quel­le des Kra­nichs» und ver­weist auf die Legen­de, die besagt, dass ein Jäger dort einen Kra­nich sah, der in den natür­li­chen heis­sen Quel­len sei­ne Wun­den heil­te. Auch Fürst Sata­ke Yoshit­a­ka soll 1638 sei­ne Lei­den dort behan­delt haben. 

Eine Rei­se in die Edo-Zeit

Das Ryo­kan besteht aus meh­re­ren Gebäu­den. Asi­en­spie­gel

Eine Über­nach­tung im Tsu­ru­n­oyu Onsen ist ein japa­ni­sches Erleb­nis aus dem Bil­der­buch. Es ist eine Her­ber­ge, die kom­plett umschlos­sen von dich­ter Natur ist. Die zwei lang­ge­zo­ge­nen his­to­ri­schen Holz­ge­bäu­de mit ihren Stroh­dach­kon­struk­tio­nen ver­füh­ren den Besu­cher in eine ande­re Epo­che. Der­weil besteht der Kom­plex aus meh­re­ren Häu­sern. Es ist der idea­le Ort, um sich für eine Nacht zu erho­len. Man schlüpft in den Yuka­ta und gibt sich für die kur­ze Zeit, die einem in die­sem Para­dies bleibt, den heis­sen Bädern hin, die eine unver­kenn­ba­re mil­chi­ge Far­be aufweisen. 

Das berühm­te Aus­sen­bad von Tsu­ru­n­oyu Onsen. Asi­en­spie­gel

Es gibt ein gros­ses gemisch­tes Aus­sen­bad und eine Aus­wahl an klei­nen pri­va­ten Bädern, drin­nen wie draus­sen, die man als Paar oder als Fami­lie genies­sen kann. Für die Lieb­ha­ber die­ser his­to­ri­schen Ryo­kan gibt es sogar Zim­mer mit einer tra­di­tio­nel­len Iro­ri-Feu­er­stel­le. Dane­ben gibt es auch eine grös­se­re Anzahl an klei­ne­ren Tata­mi-Zim­mern. Die ser­vier­ten Gerich­te sind eben­falls ein Genuss. Es ist haupt­säch­lich Fisch (Forel­le) und Wild­ge­mü­se aus den Ber­gen der Prä­fek­tur Akita. 

Die Anrei­se

Der Cal­de­rasee Taza­wa­ko Asi­en­spie­gel

Die Anrei­se zum abge­schie­de­nen Tsu­ru­n­oyu Onsen ist eine regel­rech­te Zeit­rei­se. In der Metro­po­le Tokio steigt man in den hoch­mo­der­nen Aki­ta-Shink­an­sen der moderns­ten Bau­rei­he E6. Die­ser Mini-Shink­an­sen mit dem Fahr­plan­na­men Koma­chi führt einen in einer 170-minü­ti­gen Fahrt bis zur Sta­ti­on Taza­wa­ko. Anschlies­send fährt ein Lokal­bus die engen Stras­sen hoch bis zur Sta­ti­on Aru­pa Koma­ku­sa. Dort wer­den die Gäs­te von einem Ryo­kan-Bus emp­fan­gen. Alter­na­tiv kann man vor dem Bahn­hof Taza­wa­ko auch ein Auto mie­ten, die Gegend erkun­den und anschlies­send bis zum Ryo­kan fah­ren. Ein beson­de­rer Blick­fang ist der Taza­wa­ko, der tiefs­te Cal­de­rasee Japans.

Eine Rei­se in eine ver­gan­ge­ne Epo­che. Asi­en­spie­gel
Ein pri­va­tes Aus­sen­bad. Asi­en­spie­gel
Nacht­es­sen im Tsu­ru­n­oyu Onsen. Asi­en­spie­gel
Abge­schie­den in den Ber­gen der Prä­fek­tur Aki­ta. Asi­en­spie­gel
Das Ryo­kan hat eine 400-jäh­ri­ge Geschich­te. Asi­en­spie­gel

Der Stand­ort des Tsurunoyu-Onsen


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