Zug­aus­fäl­le wegen Corona

Ein Sonic-Express­zug der Bau­rei­he 883. Kit­i­nut Jina­puck / Shut​ter​stock​.com

Auch in Japan sorgt die Omi­kron-Unter­va­ri­an­te BA.5 dafür, dass die Zahl der Neu­an­ste­ckun­gen seit einer Woche regel­recht explo­die­ren. Am Sams­tag wur­de mit etwas über 200’000 Covid-19-Neu­an­ste­ckun­gen gar ein neu­er Höchst­stand in die­ser Pan­de­mie ver­zeich­net (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Noch hält das Gesund­heits­we­sen die­sem Druck mehr­heit­lich stand. In 8 von 47 Prä­fek­tu­ren sind der­zeit die Covid-19-Bet­ten zu über 50 Pro­zent gefüllt. 

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Die hohe Zahl von Covid-19-Infek­tio­nen hat jedoch bereits Aus­wir­kun­gen auf den All­tag. So hat JR Kyus­hu ange­kün­digt, zwi­schen dem 27. Juli und 5. August 2022 ins­ge­samt 120 Limi­ted-Express-Fahr­ten zu annul­lie­ren. Die stei­gen­de Zahl an Covid-19-Erkrank­ten und engen Kon­takt­per­so­nen im Unter­neh­men hat zu einer aku­ten Per­so­nal­not geführt. Gleich 38 Zug­füh­rer und Zug­be­glei­ter fal­len der­zeit aus. 

Betrof­fen von der Aus­dün­nung des Fahr­plans sind die Ver­bin­dun­gen Sonic zwi­schen Haka­ta und Oita (10 Fahr­ten pro Tag weni­ger) und Kamo­me zwi­schen Haka­ta und Naga­sa­ki (2 Fahr­ten pro Tag weni­ger). Die Annul­lie­run­gen kom­men zu einem ungüns­ti­gen Zeit­punkt. Immer­hin han­delt es sich um wich­ti­ge Inter­ci­ty-Ver­bin­dun­gen. Zudem sind aktu­ell Som­mer­fe­ri­en und damit vie­le Fami­li­en unter­wegs. JR Kyus­hu steht mit die­sem Pro­blem nicht allei­ne da. Auch drei Bus­ge­sell­schaf­ten in Oki­na­wa sind gezwun­gen, auf­grund der aktu­el­len Coro­na-Lage den Fahr­plan aus­zu­dün­nen.

Qua­ran­tä­ne­zeit wird verkürzt

Die Regie­rung reagiert auf die­se ange­spann­te Lage, indem sie die Qua­ran­tä­ne­zeit für enge Kon­takt­per­so­nen von bis­lang 7 auf neu 5 Tage redu­ziert. Die­se kann sogar auf 3 Tage ver­kürzt wer­den, sofern die betrof­fe­ne Per­son an Tag 2 und 3 ein nega­ti­ves Test­re­sul­tat vor­wei­sen kann.

Für Japan ist es ein Déjà-vu. Bereits in der ers­ten Omi­kron-Wel­le im Janu­ar 2022 kam es zu vie­len Aus­fäl­len im öffent­li­chen Ver­kehr und in der Pri­vat­wirt­schaft. In der Fol­ge redu­zier­ten die Behör­den die Qua­ran­tä­ne­zeit für Per­so­nen, die in engem Kon­takt mit einem Infi­zier­ten stan­den, von damals 10 auf 7 Tage (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Ruhe bewah­ren: Der neue Ansatz von Kishida

Trotz der hohen Infek­ti­ons­zah­len übt sich der Insel­staat seit die­ser sieb­ten Wel­le in einem neu­en Ansatz im Umgang mit dem Coro­na­vi­rus. Die Som­mer­fe­ri­en wur­den erst­mals seit drei Jah­ren nicht abge­sagt, vie­le Fes­ti­vals mit gros­sem Besu­cher­an­drang fin­den wie­der statt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Prä­fek­tu­ren haben jedoch die Mög­lich­keit, eigen­stän­dig Restrik­tio­nen zu erlas­sen. So gilt etwa in der Prä­fek­tur Oki­na­wa für Restau­rants wie­der eine Ober­gren­ze von maxi­mal vier Per­so­nen. Auch an Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 1000 Per­so­nen müs­sen dort wie­der stren­ge­re Regeln ein­ge­hal­ten werden.

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