Tokios luf­ti­ger Bahnhof

Der Bahn­hof Taka­na­wa Gate­way wur­de 2020 eröff­net. Asi­en­spie­gel

Im März 2020 wur­de mit­ten in Tokio ein kom­plett neu­er Bahn­hof gebaut. Er ent­stand auf einem Are­al im Vier­tel Taka­na­wa, das einst ein Zug­de­pot zwi­schen den Sta­tio­nen Tama­chi und Shina­ga­wa war. Der Bahn­hof, der die JR-Bahn­li­ni­en Yama­no­te und Kei­hin-Toho­ku bedient, erhielt den Namen Taka­na­wa Gate­way (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Das Bau­werk ist ein Blick­fang. Es ist eine drei­stö­cki­ge, licht­durch­flu­te­te Sta­ti­on, die vom Archi­tek­ten Ken­go Kuma ent­wor­fen wur­de. Das weis­se «Origami»-Dach ver­leiht dem Bau eine beson­de­re Leichtigkeit. 

Besuch im neu­en Bau

Für die Yama­no­te-Ring­li­nie ist es der ers­te neue Bahn­hof seit 1971. Asi­en­spie­gel

Seit sei­ner Eröff­nung hat sich Taka­na­wa Gate­way zu einer klei­nen Sehens­wür­dig­keit ent­wi­ckelt, die täg­lich neu­gie­ri­ge Bahn- und Archi­tek­tur­fans anlockt. Das Inne­re des Bahn­hofs ist spek­ta­ku­lär. Der hohe, offe­ne Raum, der von den Glei­sen bis zur Decke reicht, sorgt für einen auf­fäl­li­gen Kon­trast zur chao­ti­schen Laby­rinth-Atmo­sphä­re vie­ler ande­rer gros­ser Tokio­ter Bahn­hö­fe, die über die Jahr­zehn­te plan­los erwei­tert wurden. 

Der voll­au­to­ma­ti­sier­te Mini­markt. Asi­en­spie­gel

Auch das Ange­bot in Taka­na­wa Gate­way ist zukunfts­ge­rich­tet. Im Bereich nach der Bahn­steig­sper­re befin­det sich ein Con­ve­ni­en­ce Store, der ganz ohne Per­so­nal aus­kommt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). 50 Kame­ras und künst­li­che Intel­li­genz regis­trie­ren sämt­li­che Schrit­te der Gäs­te. Bei der Kas­se ange­kom­men, erschei­nen auto­ma­tisch alle mit­ge­nom­me­nen Waren auf dem Bild­schirm. Hier kauft man nur schon aus purer Neu­gier ein.

Weit­aus gefrag­ter ist der neue Star­bucks im obe­ren Stock. Die­ser ist im Gegen­satz zum Mini­markt für alle Pas­san­ten von aus­sen zugäng­lich. Das Café besitzt eine Ter­ras­se mit Blick auf das Inne­re des neu­en Bauwerks. 

Die Ent­ste­hung eines neu­en Viertels

Gleich vor dem Bahn­hof ist eine rie­si­ge Bau­stel­le. Asi­en­spie­gel

Wäh­rend der Star­bucks bei mei­nem Besuch bis zum letz­ten Platz gefüllt war, waren im Bahn­hof selbst nur weni­ge Pas­sa­gie­re zu sehen. Tat­säch­lich wird der neue Bahn­hof zur­zeit noch wenig benutzt. Das hat auch damit zu tun, dass die gros­se Lee­re rund um den neu­en Bahn­hof erst noch gefüllt wer­den muss. Die Bau­ar­bei­ten sind dies­be­züg­lich in vol­lem Gange. 

Der Bahn­hof Shina­ga­wa ist gleich neben­an. Asi­en­spie­gel

Ent­ste­hen wird die Taka­na­wa Gate­way City, ein kom­plett neu­es Vier­tel mit ins­ge­samt fünf Gebäu­den. Direkt vor dem Bahn­hof wer­de sich zwei Wol­ken­krat­zer auf­tür­men, die mit einem gross­zü­gi­gen Geschäfts- und Restau­rant­be­reich dem Bahn­hof Leben ein­hau­chen wer­den. Etwas wei­ter ent­fernt ent­steht das Wahr­zei­chen die­ser neu­en Gegend. Es wird ein grü­nes, spi­ral­för­mi­ge Kul­tur­zen­trum wer­den, das eben­falls von Ken­go Kuma ent­wor­fen wur­de. Spä­tes­tens 2025 sol­len die Bau­ar­bei­ten abge­schlos­sen sein. 


Das künf­ti­ge Aus­se­hen der Taka­na­wa Gate­way City

So wird das neue Vier­tel der­einst aus­se­hen. JR East
Zwei Wol­ken­krat­zer bil­den künf­tig den Ein­gang zum Bahn­hof. JR East
Das geplan­te Kul­tur­zen­trum von Ken­go Kuma. Asi­en­spie­gel
Der Bahn­hof Taka­na­wa Gate­way im Okto­ber 2019. yu_​arakawa / Shut​ter​stock​.com

Der Stand­ort von Taka­na­wa Gateway


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