Eine Piz­za aus Reis

Eine Piz­za mit einem Reis­bo­den. Piz­za Hut Japan

Eine Piz­za, die nicht aus einem Teig-, son­dern aus einem Reis­bo­den besteht? Piz­za Hut Japan bie­tet die­se kuli­na­ri­sche Alter­na­ti­ve seit dem 22. August 2022 an und nennt sie kur­zer­hand Gohan-Piz­za, die «Reis-Piz­za». Zu kau­fen gibt es die­ses Pro­dukt in den Geschmacks­rich­tun­gen ame­ri­ka­nisch, japa­nisch und euro­pä­isch. Pro Geschmacks­rich­tung hat das Unter­neh­men drei pas­sen­de Vari­an­ten kre­iert, mit Zuta­ten, die beson­ders gut zum Reis pas­sen sol­len. Die Gar­nie­run­gen sind bunt und vielfältig. 

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Von der Form und Grös­se her erin­nert die­ser klei­ne Piz­za-Reis­bo­den an den Reis-Bur­ger, bei dem zwei kom­pak­te Reis­plätz­chen die Bröt­chen erset­zen. Erfun­den hat die­se Spei­se einst Mos Bur­ger. Heu­te gehört der Reis-Bur­ger zum Stan­dard-Ange­bot in den Ham­bur­ger-Ket­ten in Japan (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Reis för­dern

Drei Geschmacks­rich­tun­gen wer­den ange­bo­ten. Piz­za Hut Japan

Piz­za Hut will laut eige­nen Anga­ben dazu bei­tra­gen, dass das tra­di­tio­nel­le japa­ni­sche Grund­nah­rungs­mit­tel wie­der ver­mehrt geges­sen wird. Die Japa­ner spre­chen in die­sem Zusam­men­hang vom Phä­no­men des kome­ba­na­re. Damit wird die zuneh­men­de Abwen­dung der Japa­ner von ihrer Haupt­nah­rung beschrieben. 

Der Kon­sum von Reis hat sich in den ver­gan­ge­nen 60 Jah­ren auf­grund der sich ver­än­dern­den Ess­ge­wohn­hei­ten hal­biert. So wur­den 1962 pro Kopf 118,3 Kilo in einem Kalen­der­jahr geges­sen. Dies ent­sprach 5,4 Scha­len Reis pro Tag. 2020 ist der Kon­sum die­ser japa­ni­schen Haupt­nah­rung auf 50,7 Kilo pro Kopf gesun­ken. Das sind noch 2,3 Scha­len pro Tag. 

Eben­so erwähnt Piz­za Hut, dass die Getrei­de­knapp­heit, die Ver­sor­gungs­eng­päs­se auf den Welt­märk­ten sowie die gestie­ge­nen Prei­se für Lebens­mit­tel (Asi­en­spie­gel berich­te­te) ein Pro­blem für das Geschäft dar­stel­len. Mit dem Reis gäbe es eine sta­bi­le Alter­na­ti­ve, bei der Japan zu 100 Pro­zent Selbst­ver­sor­ger ist.

Brot aus Reis

Weiss­brot der Mar­ke «come x come» der Fir­ma Tsu­no aus Japan. tsunori​ce​.com

Selbst die Metro­pol­re­gie­rung von Tokio för­dert inzwi­schen die­sen Umstieg von Wei­zen auf Reis. Seit die­sem Som­mer setzt sich Gou­ver­neu­rin Yuri­ko Koi­ke höchst­per­sön­lich für Brot­pro­duk­te ein, die aus Reis­mehl her­ge­stellt wer­den (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Mit einem Logo und Pla­ka­ten macht Tokio auf Läden auf­merk­sam, die ent­spre­chen­de Lebens­mit­tel ver­kau­fen. Dies tra­ge zur Nah­rungs­mit­tel­si­cher­heit und zum Wohl­erge­hen der japa­ni­schen Reis­bau­ern bei, so die Gou­ver­neu­rin. Denn seit Jah­ren blei­ben Bau­ern und Händ­ler auf immer mehr Reis sit­zen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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