Hibiya-Kōen: Tokios ele­gan­ter Park

Der Kra­nich-Spring­brun­nen im Herbst. Asi­en­spie­gel

In der Edo-Zeit dien­te das Grund­stück unmit­tel­bar süd­lich der kai­ser­li­chen Anla­ge als Wohn­sitz ver­schie­de­ner Fürs­ten­fa­mi­li­en. In der Mei­ji-Zeit, als Japan sei­ne Moder­ni­sie­rung ein­lei­te­te, wur­de dar­aus ein Exer­zier­platz für die Armee. Schliess­lich wur­de 1903 aus die­ser Flä­che der Hibiya-Kōen. Es war Japans ers­ter moder­ner Park im west­li­chen Stil, mit Spa­zier­we­gen, Teich­an­la­gen, Brun­nen, Plät­zen, Brü­cken, Park­bän­ken, einer Kon­zert­are­na, einer Biblio­thek und viel Grün. Für die Gestal­tung ver­ant­wort­lich zeich­ne­te sich Sei­ro­ku Hon­da, der auch die spek­ta­ku­lä­re Auf­fors­tung des Mei­ji-Wal­des mit­ten in Tokio kon­zi­pier­te (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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Der Hibiya-Park von oben. Goog­le Earth

Im Lau­fe der Jah­re gab es Anpas­sun­gen. Wäh­rend der Tais­ho-Zeit kamen die grös­se­re Kon­zert­are­na (1923) und die Ten­nis­plät­ze (1920) hin­zu. Auch die Hibiya Public Hall und das Shisei Kai­kan-Gebäu­de, das einst der Haupt­sitz der japa­ni­schen Nach­rich­ten­agen­tu­ren Kyo­do und Jiji war, stam­men aus die­ser Ära. Mit der denk­mal­ge­schütz­ten Back­stein­ar­chi­tek­tur von 1929 beto­nen sie heu­te die his­to­ri­sche Atmo­sphä­re des Ortes. Ein beson­de­rer Blick­fang ist das aus der Grün­dungs­zeit stam­men­de Hibiya Mats­um­o­to­ro, ein Restau­rant im west­li­chen Stil im Her­zen des Parks. Gleich dane­ben befin­det sich ein mäch­ti­ger Gink­go-Baum, der über 400 Jah­re ist und für des­sen Erhalt sich Sei­ro­ku Hon­da per­sön­lich ein­setz­te. Zu grös­se­ren Zer­stö­run­gen kam es wäh­rend des Gros­sen Erd­be­bens von 1923 und des Zwei­ten Weltkrieges. 

Der ele­gan­te Park

Im Herbst ist der Park beson­ders schön. Asi­en­spie­gel

Tokio mag vie­le Park­an­la­gen besit­zen, doch kein Park ist so ele­gant wie der Hibiya-Kōen. Zudem hat er eine Rei­he bedeu­ten­der Nach­barn: Die kai­ser­li­che Anla­ge (Asi­en­spie­gel berich­te­te), das Impe­ri­al Hotel (Asi­en­spie­gel berich­te­te), das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um, das Gesund­heits­mi­nis­te­ri­um und der Kauf­haus- und Unter­hal­tungs­kom­plex Hibiya Mid­town (Asi­en­spie­gel berich­te­te) gren­zen unmit­tel­bar an den Park. 

Von einer beson­ders schö­nen Sei­te zeigt sich der Hibiya-Park im Herbst, wenn das Laub sei­ne male­ri­schen Far­ben annimmt. Dies ist gewöhn­lich Ende Novem­ber und Anfang Dezem­ber der Fall.

Das Restau­rant Mats­um­o­to­ro stammt aus der Grün­dungs­zeit des Parks. Asi­en­spie­gel
Die Hibiya Public Hall wur­de 1929 eröff­net und soll­te in den kom­men­den Jah­ren reno­viert wer­den. Asi­en­spie­gel
Der Hibiya-Park wur­de 1903 eröff­net. Asi­en­spie­gel

Der Stand­ort des Hibiya-Parks


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