SUI­CA für das iPhone

SUI­CA und Pas­mo gibt es auch für das iPho­ne. Asi­en­spie­gel

Die kon­takt­lo­se Fahr­kar­te SUI­CA von Bahn­be­trei­ber JR East ist nicht mehr aus dem Rei­se­all­tag weg­zu­den­ken. Beson­ders prak­tisch ist, dass sie mit zahl­rei­chen Bahn­ge­sell­schaf­ten im Land kom­pa­ti­bel und zugleich ein belieb­tes E-Money-Zah­lungs­mit­tel in Geschäf­ten, Restau­rants und im Taxi ist. Die Kar­te gibt es auch als prak­ti­sche App für das iPho­ne. Vor der Coro­na-Kri­se unter­hielt JR East sogar eigens eine eng­lisch­spra­chi­ge SUI­CA-App für Tou­ris­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Drei Jah­re spä­ter hat sich dies­be­züg­lich eini­ges geän­dert, zum Guten und zum Schlechten. 

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Die gute Nachricht

Die SUI­CA-App auf Eng­lisch gibt es inzwi­schen nicht mehr. Das ist auch nicht mehr nötig. Viel­mehr kann man die digi­ta­le SUI­CA-Kar­te (wie auch die PAS­MO-Kar­te) nun direkt über das Wal­let im iPho­ne oder in der Apple Watch (via «+» > «ÖPNV-Kar­te» > SUI­CA wäh­len) hin­zu­fü­gen. Ansons­ten funk­tio­niert alles wie gewohnt. Die digi­ta­le SUI­CA-Kar­te bie­tet eine Über­sicht über das aktu­el­le Gut­ha­ben und die letz­ten Trans­ak­tio­nen an. Über den But­ton «Gut­ha­ben hin­zu­fü­gen» kann man die Kar­te auf­la­den (sie­he Foto oben). Prak­tisch ist, dass man das iPho­ne ohne es zu ent­sper­ren über das Lese­ge­rät der Fahr­kar­ten­schran­ke hal­ten kann und schon ist man durch. Abge­bucht wird am Ziel­bahn­hof, nach­dem man das iPho­ne an die Fahr­kar­ten­schran­ke gehal­ten hat. 

Die schlech­te Nachricht

Mobi­le SUI­CA kämpft jedoch mit einem Pro­blem. Seit eini­gen Wochen kla­gen aus­län­di­sche Tou­ris­ten, dass sie die digi­ta­le SUI­CA-Kar­te nicht mehr via Apple Pay (und auch nicht via Goog­le Pay) auf­la­den kön­nen. Gemäss Ata Distan­ce beschränkt sich das Pro­blem auf Visa-Kar­ten, die im Aus­land aus­ge­stellt wur­den. Deren Zah­lun­gen wer­den seit dem 5. August 2022 abge­lehnt. Auf Anfra­ge von Impress Watch betont JR East, dass am Sys­tem nichts geän­dert wur­de. Die Bahn­ge­sell­schaft rät, sich an die Kre­dit­kar­ten­fir­ma zu wen­den. Ata Distan­ce wie auch Impress Watch ver­mu­ten jedoch, dass die in Japan zustän­di­ge Händ­ler­bank (der soge­nann­te Acqui­rer) VISA-Kar­ten­zah­lun­gen aus dem Aus­land aus Sicher­heits­grün­den gesperrt hat. 

Die Lösun­gen

Es gibt jedoch eine Lösung: Bezah­len Sie mit einer Mas­ter­Card oder einer Ame­ri­can Express. Die Kar­ten die­ser Unter­neh­men funk­tio­nie­ren der­zeit ein­wand­frei. Beson­ders ein­fach umset­zen lässt sich dies, indem man sich über die App Revo­lut (Asi­en­spie­gel berich­te­te) kur­zer­hand eine vir­tu­el­le oder phy­si­sche Mas­ter-Debit-Kar­te aus­stel­len lässt. 

Es gibt aber auch noch eine ande­re Lösung für alle aus­län­di­schen Tou­ris­ten, die unbe­dingt mit Mobi­le Sui­ca rei­sen möch­ten. Über die JR-East-Ticket­ma­schi­nen, die mit Char­ge ange­schrie­ben sind, kann man die digi­ta­le SUI­CA-Kar­te mit Bar­geld oder Kar­te auf­la­den (hier eine visu­el­le Anlei­tung). Dort hält man das iPho­ne über ein ent­spre­chen­des Lese­ge­rät und gibt den gewünsch­ten Lade­be­trag an. Auch in den meis­ten Con­ve­ni­en­ce Stores und über die Bank­au­to­ma­ten von Seven Bank lässt sich die iPho­ne-SUI­CA-Kar­te mit Bar­geld aufladen.

Tipp: Eine wei­te­re Alter­na­ti­ve ist die Wel­co­me SUI­CA-Kar­te, die eigens für tou­ris­ti­sche Auf­ent­hal­te erschaf­fen wur­de. Für die­se Kar­te wird kein Depot ver­langt (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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