Ein herbst­li­cher Feiertag

Ein Herbst­tag in Ara­shiy­a­ma. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Heu­te ist in Japan ein offi­zi­el­ler Fei­er­tag. All­jähr­lich am 23. Novem­ber wird der «Arbeits­dank­tag» (jp. kin­rō kan­sha no hi) abge­hal­ten. Gewid­met ist die­ser Tag der arbei­ten­den Bevöl­ke­rung, der pro­du­zie­ren­den Wirt­schaft und ins­be­son­de­re den Berufs­grup­pen, die sich fürs öffent­li­che All­ge­mein­wohl ein­set­zen. Es ist so etwas wie ein Ersatz für den Tag der Arbeit vom 1. Mai, der in Japan kein gesetz­li­cher Fei­er­tag ist. Weil der far­ben­präch­ti­ge Herbst vie­ler­orts sei­nen Höhe­punkt erreicht, unter­nimmt man an die­sem arbeits­frei­en Tag ger­ne einen Aus­flug in die Natur oder zu einer nahe gele­ge­nen Parkanlage. 

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Der «Arbeits­dank­tag» wur­de 1948 im Rah­men der neu­en Ver­fas­sung ein­ge­führt. Zuvor war der 23. Novem­ber seit 1872 das Ern­te­dank­fest, das auf Japa­nisch als Nīna­me­sai bzw. Shin­jō­sai bezeich­net wird. Im Zen­trum die­ses Tages stand die kai­ser­li­che Ern­te­ze­re­mo­nie für die Göt­ter. Da es sich um ein shin­tois­ti­sches Ritu­al han­delt und die Nach­kriegs­ver­fas­sung die strik­te Tren­nung von Staat und Reli­gi­on vor­schreibt, ent­stand die Idee des «Arbeits­dank­ta­ges». Nīna­me­sai wird vom Kai­ser­haus als pri­vat abge­hal­te­nes Ritu­al weitergeführt.

Nächs­ter Ter­min: Die Neujahrszeit

Der heu­ti­ge 23. Novem­ber ist der 16. und letz­te offi­zi­el­le Fei­er­tag des Jah­res in Japan. Die nächs­te Fei­er­tags­pe­ri­ode wird in den ers­ten Tagen des neu­en Jah­res abgehalten.

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