Eine Burg im Wartemodus

2015 wur­de der Burg­turm von Hiro­sa­ki an die­se Lage ver­scho­ben. Asi­en­spie­gel

Die Burg von Hiro­sa­ki in der nörd­li­chen Prä­fek­tur Aom­ori ist nur das Wahr­zei­chen der gleich­na­mi­gen Stadt, sie gehört auch zum Kul­tur­er­be Japans. Denn es han­delt sich um eine von 12 his­to­risch erhal­te­nen Bur­gen aus der Edo-Zeit (1603 – 1868) (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Das drei­stö­cki­ge Bau­werk stammt aus dem Jahr 1810 und thront nor­ma­ler­wei­se unüber­seh­bar auf der Mau­er zum inne­ren Graben. 

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2013 wur­den auf­wen­di­ge Restau­rie­rungs­ar­bei­ten in Angriff genom­men. Hier­zu muss­te 2015 der Burg­turm um 78 Meter ins Inne­re der Anla­ge ver­scho­ben wer­den, um Platz für die Sta­bi­li­sie­rung der brü­chi­gen Stein­mau­er zu machen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Ein ande­rer Blick auf die Burg

Eine Nah­auf­na­me der Burg mit den Shachi­ho­ko-Fabel­we­sen auf dem Dach. Asi­en­spie­gel

Seit nun­mehr sie­ben Jah­ren befin­det sich der Burg­turm an die­sem siche­ren Ort. Es ist eine Burg im War­te­mo­dus, ein his­to­ri­sches Bau­werk, das tem­po­rär aus sei­ner übli­chen Umge­bung ent­fernt wur­de. Ein Besuch ist jedoch nicht ver­geb­lich. Das Inne­re des drei­stö­cki­gen, ori­gi­na­len Burg­turms ist öffent­lich zugäng­lich. Dar­in befin­det sich ein klei­nes Muse­um, das sich mit der Geschich­te des Bau­werks befasst. Aus­ser­dem erlaubt ein Aus­sichts­turm dane­ben einen ein­ma­li­gen Blick auf die Burg.

Die Takao­ka-Brü­cke ist eine Ver­bin­dung zur inne­ren Burg­an­la­ge. Asi­en­spie­gel

Der Rest die­ser grü­nen Anla­ge lädt zu jeder Jah­res­zeit zum Spa­zie­ren und Ver­wei­len ein. Bekannt ist der Ort für sei­ne 2600 Kirsch­bäu­me, deren Blü­ten­meer jeweils Ende April Besu­cher aus dem gan­zen Land anlockt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Selbst wäh­rend der kal­ten Win­ter­ta­gen behält der Burg­park sei­ne Fas­zi­na­ti­on. Wenn sich eine Schnee­de­cke über die Anla­ge legt, wird ein Gra­ben­ab­schnitt in der Nacht rosa beleuch­tet. Auf die­se Wei­se ent­steht eine Land­schaft, die den Anschein einer Kirsch­blü­ten-Sze­ne­rie macht (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Arbei­ten bis 2025

Die ursprüng­li­che Posi­ti­on der Burg. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Eigent­lich woll­te man schon im Herbst 2021 die Burg an ihren ursprüng­li­chen Ort zurück­ver­schie­ben. Damals stell­te sich jedoch her­aus, dass wei­te­re Ver­stär­kungs­ar­bei­ten für die Erd­be­ben­fes­tig­keit der Stein­mau­er und am Fun­da­ment not­wen­dig waren. Und so fuh­ren die Bag­ger noch ein­mal auf. Bis 2024 wer­den die­se Bau­ar­bei­ten abge­schlos­sen sein. Die Ver­schie­bung des Burg­turms an sei­nen ursprüng­li­chen Platz wird vor­aus­sicht­lich 2025 erfolgen.

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