Der gros­se Umbau im Bahn­hof Shibuya

Der Shi­bu­ya Scram­ble Crossing und die Yama­­no­­te-Linie im August 2021. yu_​photo / Shut​ter​stock​.com

Die von JR East betrie­be­ne Yama­­­­­no­­­­­te-Linie ist das Herz­stück der 110 Bahn­li­ni­en von Tokio. 1885 eröff­net, ver­bin­det sie in zwei Rich­tun­gen ring­för­mig die wich­tigs­ten Zen­tren der Haupt­stadt. 30 Sta­tio­nen auf einer Gesamt­stre­cke von 34,5 Kilo­me­tern bedient sie. Mit täg­lich 3,5 Mil­lio­nen Fahr­gäs­ten ist sie gar eine der meist­fre­quen­tier­ten Bahnlinien. 

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Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de erleb­te der sonst so rei­bungs­lo­se Betrieb der Yama­no­te-Linie den gröss­ten geplan­ten Unter­bruch seit der Pri­va­ti­sie­rung der natio­na­len Eisen­bahn 1987. 

Der­sel­be Bahn­steig für die äus­se­re und inne­re Ringlinie

Der grün aus­ge­füll­te Bereich ent­spricht dem neu­en Insel­bahn­steig. JR East

Betrof­fen war der Abschnitt der äus­se­ren Ring­li­nie zwi­schen den Bahn­hö­fen Ike­bu­kuro und Osa­ki, der am Sams­tag und Sonn­tag kom­plett ein­ge­stellt wur­de. 540 Zug­ver­bin­dun­gen fie­len dadurch aus. Rund 530’000 Pas­sa­gie­re muss­ten auf ande­re Rou­ten aus­wei­chen. Die­ses Zeit­fens­ter wur­de genutzt, um im Bahn­hof Shi­bu­ya die bis­her getrenn­ten engen Bahn­stei­ge der äus­se­ren und inne­ren Yama­no­te-Linie zu einem ein­zig gros­sen Insel­bahn­steig zu verschmelzen. 

4000 Bau­ar­bei­ter waren wäh­rend die­ser zwei Tage im Bahn­hof Shi­bu­ya beschäf­tigt, um den engen Zeit­plan ein­zu­hal­ten und die Wie­der­auf­nah­me des Bahn­be­triebs am Mon­tag­mor­gen zu gewähr­leis­ten (sie­he Tweets unten). Dank des ein­heit­li­chen Bahn­steigs, der um 16 Meter ver­brei­tert wur­de, sol­len der Pas­sa­gier­stau redu­ziert und die Umstei­ge­mög­lich­kei­ten ver­ein­facht werden. 

Der zweit­letz­te Schritt

Seit 2018 ist JR East dar­an, die Glei­se im Bahn­hof Shi­bu­ya schritt­wei­se zu ver­schie­ben und anzu­pas­sen, um neu­en Platz zu schaf­fen. Am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de wur­de der vier­te von fünf Arbeits­schrit­ten umge­setzt. Im Okto­ber 2021 kam es zu einem ähn­li­chen lan­gen Unter­bruch. Damals wur­den die Glei­se der inne­ren Ring­li­nie ver­scho­ben, um den Bahn­steig zu ver­grös­sern (Asi­en­spie­gel berich­te­te). In einem fünf­ten und letz­ten Abschnitt müs­sen die Glei­se und der Bahn­steig der Yama­no­te-Linie etwas erhöht wer­den. Bis spä­tes­tens März 2024 wer­den die­se Bau­ar­bei­ten abge­schlos­sen sein. 

Die­se umfas­sen­den Anpas­sun­gen sind Teil der schritt­wei­sen Moder­ni­sie­rung des Bahn­hofs Shi­bu­ya, die 2015 begann. Hier­zu gehör­te auch die Eröff­nung der neu­en U-Bahn-Sta­ti­on für die Gin­za-Linie im Janu­ar 2020 (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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