Der güns­ti­ge japa­ni­sche Yen

Eine Nachricht, die Japan diese Woche beschäftigt hat - mit dem dazu passenden japanischen Wortschatz.

Der Yen bleibt schwach.
Der Yen bleibt schwach. Irasutoya

Flüge nach Japan mögen so teuer sein wie nie zuvor. Gleichzeitig ist das Reisen im Inselstaat so erschwinglich wie noch nie. Grund dafür ist der seit über einem Jahr anhaltend schwache Yen. Auf dem Devisenmarkt1 hat 1 Schweizer Franken in den letzten Tagen die Schwelle von 150 Yen durchbrochen2. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist die anhaltende Zinsdifferenz3. Denn im Gegensatz zu Japan haben die westlichen Zentralbanken bereits im vergangenen Jahr eine restriktivere Geldpolitik4 mit höheren Zinsen eingeleitet.

Der Entschluss der Zentralbank

Der Hauptsitz der Bank of Japan in Tokio.
Der Hauptsitz der Bank of Japan in Tokio. Irasutoya

Die ausländischen Touristen machen vom günstigen Yen regen Gebrauch. Ihre durchschnittlichen Pro-Kopf-Reiseausgaben5 sind so hoch wie nie zuvor (Asienspiegel berichtete). Kopfzerbrechen bereitet diese Entwicklung allerdings japanischen Unternehmen, die auf Importe6 angewiesen sind. Die Abwälzung7 dieser verteuerten Kosten auf die Konsumenten in Form von Preissteigerungen8 ist im Alltag deutlich spürbar (Asienspiegel berichtete). Nach Jahrzehnten der Deflation9 ist Japan in der Inflation10 angekommen.

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Wie lange dieser Trend anhält, hängt auch entscheidend von der Strategie der Bank of Japan11 unter ihrem neuen Gouverneur Kazuo Ueda12 ab. Dieser kündigte am Freitag an, die lockere Geldpolitik13 seines Vorgängers beizubehalten 14, um die wirtschaftliche Erholung nicht abzuwürgen. Diese Entscheidung wurde vom höchsten Gremium der Zentralbank einstimmig beschlossen15. Die Preisstabilität16 im Auge behaltend, strebt17 die Bank of Japan eine stabile Inflation von 2 Prozent an. Es soll eine positive Wechselwirkung18 zwischen Preissteigerungen19 und Lohnerhöhungen20 entstehen.

Der Yen bleibt günstig

Gleichzeitig hat Ueda beschlossen, eine vielseitige Überprüfung21 der Politik der letzten zwei Jahrzehnte vorzunehmen. Diese wird etwa eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Der Yen wird daher gegenüber dem Euro und dem Schweizer Franken auf absehbare Zeit günstig bleiben. Japan wird sich weiter mit dem Phänomen des «schwachen Yen und starken Dollar»22 beschäftigen. Die Zeiten des «starken Yen und schwachen Dollar»23 sind endgültig vorbei.

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