Die Restau­rie­rung eines zau­ber­haf­ten Badehauses

Das his­to­ri­sche Bade­haus Dōgo-Onsen Hon­kan. Asi­en­spie­gel

Dōgo-Onsen befin­det sich in Mats­u­y­a­ma, der gröss­ten Stadt von Shi­ko­ku, und zählt zu den ältes­ten Bade­or­ten des Lan­des. Sein Schmuck­stück ist das öffent­li­che Bade­haus Dōgo-Onsen Hon­kan. Es ist ein drei­stö­cki­ger Pracht­bau aus Holz, der im Jahr 1894 erbaut und spä­ter erwei­tert wur­de. Das Gebäu­de ist heu­te ein natio­na­ler Kul­tur­schatz und steht der Öffent­lich­keit für 410 Yen zum Baden offen. 800’000 Besu­cher machen jähr­lich von des­sen Ther­mal­bä­dern Gebrauch. Rund um das Bade­haus hat sich eine gan­ze tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur mit Ein­kaufs­stras­sen, Geschäf­ten, Restau­rants und Cafés entwickelt. 

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Mit sei­nen ver­zier­ten Dach­for­men und den unzäh­li­gen Fens­tern wirkt das Dōgo-Onsen Hon­kan so, als wäre es aus dem Stu­dio-Ghi­b­li «Spi­ri­ted Away» von Hayao Miya­za­ki ent­sprun­gen. Ob sich der Ani­me-Meis­ter wirk­lich davon inspi­rie­ren liess, bleibt sein Geheim­nis. Sicher ist jedoch, dass der japa­ni­sche Schrift­stel­ler Natsu­me Sōse­ki (1867 bis 1916) ein regel­mäs­si­ger Besu­cher war. Das Bade­haus ist ein Schau­platz sei­nes berühm­ten Romans «Bot­chan». Dōgo-Onsen Hon­kan besitzt sogar einen eige­nen Bade­raum für die kai­ser­li­che Familie. 

Das Dōgo-Onsen Hon­kan scheint mit sei­nen ver­zier­ten Dach­for­men und unzäh­li­gen Fens­tern direkt aus Hayao Miya­za­kis Stu­dio-Ghi­b­li «Spi­ri­ted Away» ent­sprun­gen zu sein. Ob sich der Ani­me-Meis­ter tat­säch­lich davon inspi­rie­ren liess, bleibt sein Geheim­nis. Sicher ist, dass der japa­ni­sche Schrift­stel­ler Natsu­me Sōse­ki (1867 bis 1916) regel­mäs­si­ger Besu­cher war. Das Bade­haus ist Schau­platz sei­nes berühm­ten Romans Bot­chan. Das Dōgo-Onsen Hon­kan besitzt sogar ein eige­nes Bade­haus für die kai­ser­li­che Familie. 

Die Restau­rie­rung

Der Zustand des Bade­hau­ses am 18. April 2023. 【公式】道後温泉 / Youtube

Der­zeit ist die Schön­heit des Bau­werks nur teil­wei­se zu sehen. Denn seit 2019 wird das Bade­haus für 2,6 Mil­li­ar­den Yen auf­wen­dig restau­riert, repa­riert und erd­be­ben­si­cher gemacht (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Seit­dem ist jeweils eine Hälf­te des Bade­hau­ses durch ein Bau­ge­rüst verdeckt. 

Die Stadt bemüht sich, die Bau­zeit so ange­nehm wie mög­lich zu gestal­ten. Um die Schön­heit des Bau­werks zu erhal­ten, wur­den die Gerüst­schutz­pla­nen mit deko­ra­ti­ven Moti­ven ver­se­hen. Zudem wird der Betrieb stark ein­ge­schränkt wei­ter­ge­führt. Es ist das ers­te Mal in Japan, dass ein Kul­tur­schatz wäh­rend der Restau­rie­rung teil­wei­se geöff­net bleibt. Per Live-Stream kann man sich über den aktu­el­len Zustand des Bade­hau­ses informieren. 

Frü­he­re Wiedereröffnung

Das Bade­haus ohne Bau­ge­rüst. Foto: Depo​sit​pho​tos​.com

Auf­grund die­ses kom­ple­xen Ansat­zes wur­de ursprüng­lich eine Bau­zeit von sie­ben Jah­ren ver­an­schlagt. Doch nun gibt es gute Nach­rich­ten. Die Stadt Mats­u­y­a­ma hat ange­kün­digt, das Bade­haus im Juli 2024 wie­der voll­stän­dig zu eröff­nen. Dann wird das gesam­te Gebäu­de nach fünf­ein­halb Jah­ren wie­der in altem Glanz erstrah­len. Die Bau­her­ren nutz­ten die Ein­schrän­kun­gen durch die Coro­na-Pan­de­mie, als das Bade­haus ohne­hin schlies­sen muss­te, um die Arbei­ten vor­an­zu­trei­ben. So konn­te der Abschluss der Restau­rie­rung zunächst auf Ende 2024 vor­ge­zo­gen wer­den. Nun wird es sogar ein hal­bes Jahr frü­her sein.



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