Die «No Thank You»-Option

Als Fluggast hat man nicht immer Lust auf die Bordverpflegung. Manchmal hat man einfach keinen Appetit oder das Essen kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt, weil man eigentlich schlafen wollte. Und selbst wenn man darauf verzichtet, ist die Lebensmittelverschwendung bereits angerichtet, denn die Mahlzeit für den Passagier wurde lange vor dem Abflug zubereitet.
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Nichts oder nur ein bisschen
Die beiden grossen japanischen Fluggesellschaften gehen neue Wege, um dieses Problem in den Griff zu bekommen. So hat ANA Ende März 2023 auf internationalen Flügen eine «No Thank You»-Option eingeführt. Das bedeutet, dass der Passagier seine Hauptmahlzeiten bis spätestens 24 Stunden vor Abflug online stornieren kann.
Durch diese Massnahme werden Passagiere, die ihre Ruhe haben wollen, nicht gestört. Vor allem aber leistet ANA damit einen Beitrag gegen die Verschwendung von Lebensmitteln. Selbstverständlich stehen auch diesen Passagieren weiterhin Getränke und Snacks als Zwischenverpflegung zur Verfügung.

Kunden der Business- und First Class haben zusätzlich die Möglichkeit, eine «schnelle und leichte» Mahlzeit zu wählen. Diese besteht aus einem Sandwich, einem Salat und einem Dessert.
Die Meal Skip-Option
Konkurrentin JAL bietet bereits seit Dezember 2022 eine ähnliche Option auf ihren Langstrecken an (Asienspiegel berichtete). Dort kann der Fluggast bis 25 Stunden vor Abflug mit der Option «JAL Meal Skip» seine Mahlzeiten online stornieren.
JAL reduziert damit nicht nur Lebensmittelabfälle, sondern spendet für jede stornierte Mahlzeit einen bestimmten Betrag an die gemeinnützige Organisation Table for Two, die sich um Schulmahlzeiten in Entwicklungsländern kümmert, in denen Kinder an Hunger leiden.
Buchtipp
«In Japan – Der praktische Reiseführer» (Edition 2023) von Jan Knüsel als E-Book, inkl. Corona-Updates und Kurzfilmen. Bei Japanspiegel Shop und Apple Books (CH, DE, A) erhältlich.
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