Eine legen­dä­re Bahn­li­nie mit Kreditkartenschranke

Die Bahn und das Meer: Der berühmte Bahnübergang der Enoden.
Die Bahn und das Meer: Der berühm­te Bahn­über­gang der Enoden. Ken­SoftTH / Shut​ter​stock​.com

Die Eno­shi­ma Elec­tric Rail­way, kurz Enoden genannt, ist die berühm­te Lokal­bahn mit der unver­wech­sel­ba­ren grü­nen Far­be. Ihre Stre­cke ist nur 10 km lang und ver­bin­det Kama­ku­ra und Fuji­sa­wa. Das Schöns­te dar­an ist, dass ein Teil ent­lang der Küs­te ver­läuft. Eine wei­te­re Beson­der­heit ist, dass die Bahn auf einem kur­zen Abschnitt zwi­schen Koshi­goe und Eno­shi­ma qua­si zur Stras­sen­bahn wird. 

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Mitten durch die Stadt.
Mit­ten durch die Stadt. gu3ree / Shut​ter​stock​.com

Legen­där ist der Bahn­über­gang zwi­schen den Bahn­hö­fen Kama­ku­rakōkō­mae und Shi­chi­ri­ga­ha­ma. Täg­lich ver­sam­meln sich hier Aime-Fans aus aller Welt, um den vor­bei­fah­ren­den Zug vor der Kulis­se des Pazi­fi­schen Oze­ans zu foto­gra­fie­ren. Denn genau die­ser male­ri­sche Ort stand Pate für die Eröff­nungs­sze­ne der Ani­me-Kult­se­rie Slam Dunk aus den 1990er-Jah­ren (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Seit­dem hat es die Enoden in wei­te­re Ani­mes, Fern­seh­se­ri­en und Fil­me geschafft und ist so zu einem fes­ten Bestand­teil der japa­ni­schen Popu­lär­kul­tur geworden. 

Mit der Kre­dit­kar­te die Schran­ke passieren

Die neu installierten Kreditkartenleser.
Die neu instal­lier­ten Kre­dit­kar­ten­le­ser. Eno­shi­ma Elec­tric Railway

Die Bahn hat die­ses Poten­zi­al seit lan­gem erkannt. Ent­spre­chend tou­ris­ten­freund­lich gestal­tet sie ihr Ange­bot. Ab April 2023 funk­tio­niert das Bezah­len sogar ganz ohne Bar­geld oder kon­takt­lo­ses IC-Ticket. 

Fahr­gäs­te kön­nen seit­her vor und nach der Fahrt ein­fach ihre Kre­dit­kar­te – oder ihr Smart­pho­ne mit geöff­ne­tem Wal­let – an das ent­spre­chen­de Lese­ge­rät an der Bahn­steig­sper­re hal­ten und schon ist die Fahrt gebucht. Akzep­tiert wer­den Visa, JCB, Dis­co­ver, Diner’s Club und Ame­ri­can Express. Mas­ter­card soll spä­ter folgen.

Bald ein Standard

Die­ses Sys­tem, das in immer mehr Metro­po­len der Welt zum Ein­satz kommt, ist vor allem für aus­län­di­sche Tou­ris­ten ein Segen. Es spart viel Zeit und Mühe. Auf die­se Wei­se braucht man nicht ein­mal eine SUICA-Fahrkarte. 

Noch ist die Ver­brei­tung in der japa­ni­schen Bahn­welt auf weni­ge Stre­cken und Gesell­schaf­ten beschränkt. Eine der ers­ten Bahn­ge­sell­schaf­ten, die auf die­ses Sys­tem setz­te, war die Nan­kai Elec­tric Rail­way, die Osa­ka mit dem Tem­pel­berg Koyas­an ver­bin­det (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Im ver­gan­ge­nen Jahr tes­te­te JR Kyus­hu als ers­tes JR-Unter­neh­men die Lese­ge­rä­te. In der japa­ni­schen Bus­welt ist die­ses prak­ti­sche Kre­dit­kar­ten-Bezahl­sys­tem schon viel wei­ter ver­brei­tet (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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