Digi­ta­le Kunst in der Burg von Kanazawa

Die Ausstellung beginnt am 30. September 2023
Die Aus­stel­lung beginnt am 30. Sep­tem­ber 2023 © team­Lab

Der Besuch des male­ri­schen Gar­tens Ken­ro­ku­en in Kana­za­wa wird gewöhn­lich mit dem angren­zen­den weit­läu­fi­gen Burg­park kom­bi­niert. An letz­te­rer Stel­le stand einst die Burg von Kana­za­wa, die Resi­denz des Maeda-Clans, der über 14 Gene­ra­tio­nen hin­weg bis zum Ende der Edo-Zeit 1868 über die Regi­on herrsch­te. Die Burg brann­te im Lau­fe ihrer Geschich­te mehr­mals nie­der. Der Haupt­turm wur­de bereits 1602 durch einen Blitz­schlag zer­stört. Der Brand von 1881 bedeu­te­te letzt­lich das Ende für die meis­ten his­to­ri­schen Gebäu­de. Bis zum Zwei­ten Welt­krieg wur­de die zen­tra­le Lage als Mili­tär­stütz­punkt genutzt. 

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Nach der Kapi­tu­la­ti­on zog die Uni­ver­si­tät Kana­za­wa in den Burg­park um. Zahl­rei­che neue Gebäu­de wur­den errich­tet. Das his­to­ri­sche Ein­gangs­tor Ishi­ka­wa­mon wur­de zusam­men mit dem San­juk­ken-Naga­ya («Lang­haus») und dem Lager­haus Tsu­ru­ma­ru zum spek­ta­ku­lä­ren Ein­gang des Cam­pus. Aus his­to­ri­scher, archi­tek­to­ni­scher und tou­ris­ti­scher Sicht war dies ein ziem­li­ches Unding, das erst in den 1990ern ein Ende fand. 

1995 zog die Uni­ver­si­tät an den Stadt­rand. Ab 1999 begann der sys­te­ma­ti­sche Wie­der­auf­bau des Burg­kom­ple­xes (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Eine Per­le die­ser Rekon­struk­ti­on ist der 2015 eröff­ne­te male­ri­sche Gyokusen’inmaru-Garten, der in sei­ner ursprüng­li­chen Form von 1634 wie­der­her­ge­stellt wurde.

Die digi­ta­le Ausstellung

Digitale Kunst auf dem *Gojukken Nagaya* in der Burg von Kanazawa.
Digi­ta­le Kunst auf dem *Gojuk­ken Naga­ya* in der Burg von Kana­za­wa. © team­Lab

Und genau die­se Burg­an­la­ge wird in die­sem Herbst zur Spiel­wie­se der Künst­ler­grup­pe team­Lab, die sich mit dem Digi­tal Art Muse­um in Tokio welt­weit einen Namen gemacht hat (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Vom 30. Sep­tem­ber bis 26. Novem­ber 2023 wer­den die Stein­wän­de der his­to­ri­schen Gebäu­de, ins­be­son­de­re des Lang­hau­ses Gojuk­ken Naga­ya, zu digi­ta­len Lein­wän­den. Inter­ak­ti­ve Kunst­in­stal­la­tio­nen ergän­zen das Spek­ta­kel. Die­se Aus­stel­lung ist Teil des Kunst­pro­jekts Digi­ti­zed City von team­Lab. Im Mit­tel­punkt steht dabei das Bestre­ben, mit imma­te­ri­el­ler digi­ta­ler Tech­no­lo­gie eine Stadt und ihre Gebäu­de in Kunst zu ver­wan­deln, ohne sie phy­sisch zu verändern. 

Ensō, das Kreissymbol der japanischen Kalligrafie, auf der Steinmauer.
Ensō, das Kreis­sym­bol der japa­ni­schen Kal­li­gra­fie, auf der Stein­mau­er. © team­Lab
Der Wald des autonomen resonierenden Lebens.
Der Wald des auto­no­men reso­nie­ren­den Lebens. © team­Lab
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