Eine Nacht im «Lost in Translation»-Hotel

REI­SE­NO­TI­ZEN – In die­ser Serie berich­te ich von mei­ner Rei­se durch das herbst­li­che Japan im November/​Dezember 2023 – in chro­no­lo­gi­scher Reihenfolge.

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Bei sei­ner Eröff­nung 1994 zähl­te das Park Hyatt Tokyo zu den bes­ten Hotels Asi­ens. Zwi­schen dem 39. und 52. Stock­werk des unver­wech­sel­ba­ren Shin­juku Park Tower des Archi­tek­ten Ken­zo Tan­ge gele­gen, bot es alles, was sich der anspruchs­vol­le inter­na­tio­na­le Gast wünsch­te. Gross­zü­gi­ge Zim­mer, ein Fit­ness­cen­ter mit Schwimm­bad und Spa, Restau­rants, eine legen­dä­re Bar und ein atem­be­rau­ben­der Blick über die Millionenmetropole. 

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Der Shinjuku Park Tower (links) wurde 1994 fertiggestellt.
Der Shin­juku Park Tower (links) wur­de 1994 fer­tig­ge­stellt. Asi­en­spie­gel

Für die Regis­seu­rin Sofia Cop­po­la wur­de das Luxus­ho­tel zur idea­len Film­ku­lis­se. Denn hier ent­stand der oscar­prä­mier­te Film «Lost in Trans­la­ti­on», der unver­se­hens eine gan­ze Gene­ra­ti­on in Euro­pa und Ame­ri­ka von Tokio träu­men liess. Ein wesent­li­cher Teil des Films von 2003 mit Bill Mur­ray als Bob Har­ris und Scar­lett Johans­son als Char­lot­te spielt in die­sem exklu­si­ven Hotel. 

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Hier ver­brin­gen die bei­den Prot­ago­nis­ten ihre Zeit in der «New York Bar» und in der Lob­by, trai­niert Bob Har­ris genervt an den Fit­ness­ge­rä­ten, ent­spannt sich im Spa, steht gelang­weilt im Auf­zug, dreht Char­lot­te ihre Run­den im Pool und blickt ver­träumt von ihrem Zim­mer auf das geschäf­ti­ge Shin­juku hinunter. 

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Das Bild von Bill Mur­ray, wie er im Yuka­ta und in weis­sen Pan­tof­feln müde auf dem Bett sitzt, wur­de zum unver­gess­li­chen Filmplakat. 

Als wäre man mit­ten im Film

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Die gute Nach­richt ist, dass das Park Hyatt Tokyo selbst 20 Jah­re nach dem legen­dä­ren Film den cine­as­ti­schen Charme von damals bewahrt hat. Das Inte­ri­eur ist im Dezem­ber 2023 das glei­che. Schon beim Betre­ten des Hotels fühlt man sich an vie­le Sze­nen aus «Lost in Trans­la­ti­on» erin­nert. Selbst die Aus­stat­tung der Zim­mer, inklu­si­ve Bett und Yuka­ta, ist gröss­ten­teils unver­än­dert geblie­ben. Auch die Bar, die Lob­by, das Spa und der Pool: Alles ist noch so wie damals. Man fühlt sich zurück­ver­setzt in die Zeit von «Lost in Trans­la­ti­on», mit­ten hin­ein in den Film. 

Doch die­se Ära neigt sich dem Ende zu. Um inter­na­tio­nal wie­der kon­kur­renz­fä­hig zu wer­den, erhält das Park Hyatt Tokyo einen neu­en Anstrich. Die Bau­ar­bei­ten begin­nen am 7. Mai 2024 und enden vor­aus­sicht­lich im zwei­ten Quar­tal 2025. Wäh­rend die­ser Zeit bleibt das Hotel geschlos­sen. Und so war mein Besuch im Dezem­ber 2023 die letz­te Gele­gen­heit, das Hotel in sei­nem ursprüng­li­chen Aus­se­hen und Ambi­en­te von damals fil­misch fest­zu­hal­ten – eine Hom­mage an einen wun­der­ba­ren Film und ein wun­der­schö­nes Hotel. 

Mit die­sem Bei­trag und Kurz­film endet mei­ne Bericht­erstat­tung über mei­ne Rei­se durch das herbst­li­che Japan im Novem­ber und Dezem­ber 2023.

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