Japans Flug­hä­fen fehlt es an genü­gend Kerosin

Ein Flugzeug in Japan wird aufgetankt.
Ein Flug­zeug in Japan wird auf­ge­tankt. shuu / PIXTA

Japan erlebt in die­sem Jahr einen Tou­ris­mus­boom, der selbst die Rekor­de von 2019 bricht. Jeden Monat strö­men mehr als 3 Mil­lio­nen aus­län­di­sche Besu­cher in den Insel­staat. Die Zahl von 31 Mil­lio­nen Besu­chern aus dem Jahr 2019 wird in die­sem Jahr vor­aus­sicht­lich über­trof­fen. Damit hat sich der Ein­rei­se­tou­ris­mus zu einem der wich­tigs­ten Export­zwei­ge Japans ent­wi­ckelt (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Doch die­ses Wachs­tum stösst nun an uner­war­te­te Grenzen.

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Nadel­öhr Flughafen

Japans Flug­hä­fen kla­gen der­zeit über die Sicher­stel­lung von genü­gend Kero­sin. Am inter­na­tio­na­len Flug­ha­fen Nari­ta bei Tokio muss­ten wegen des Eng­pas­ses 57 neue wöchent­li­che Ver­bin­dun­gen ver­scho­ben wer­den. Nari­ta steht mit die­sem Pro­blem nicht allei­ne da – auch die Flug­hä­fen in Hiro­shi­ma, Sen­dai und Hok­kai­do sehen sich auf­grund des Treib­stoff­man­gels nicht in der Lage, ihr Ange­bot an die gestie­ge­ne Nach­fra­ge anzupassen.

Die Grün­de für die ein­ge­schränk­te Ver­sor­gungs­ka­pa­zi­tät sind viel­fäl­tig. Zum einen wur­de die Zahl der Erd­öl­raf­fi­ne­ri­en in den letz­ten Jah­ren von einst 49 auf heu­te 20 redu­ziert. Zum ande­ren führt der rapi­de Bevöl­ke­rungs­rück­gang in Japan zu einem aku­ten Arbeits­kräf­te­man­gel in fast allen Bran­chen (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es feh­len Besat­zun­gen und Ver­sor­gungs­schif­fe, um den stei­gen­den Bedarf an Kero­sin zu decken. Auch in der LKW-Bran­che und an den Flug­hä­fen selbst herrscht Per­so­nal­man­gel (Asi­en­spie­gel berich­te­te), was die Siche­rung der Lie­fer­ket­te zusätz­lich erschwert.

Gou­ver­neu­re schla­gen Alarm

Die Gou­ver­neu­re der japa­ni­schen Prä­fek­tu­ren haben die Zen­tral­re­gie­rung auf­ge­for­dert, die­ses Pro­blem rasch anzu­ge­hen. Eine schnel­le Lösung ist jedoch nicht in Sicht, da sowohl die Erhö­hung der Schiffs­pro­duk­ti­on als auch die Anwer­bung aus­län­di­scher Arbeits­kräf­te Zeit in Anspruch neh­men. Als kurz­fris­ti­ge Mass­nah­me bleibt nur der teu­re und meist unren­ta­ble Import von Treibstoff. 

Japan steht vor einer schein­bar unlös­ba­ren Her­aus­for­de­rung: Es muss sei­ne tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur an die stei­gen­de Nach­fra­ge anpas­sen, wäh­rend die Bevöl­ke­rung rapi­de schrumpft und wich­ti­ge Arbeits­kräf­te feh­len. Der boo­men­de Ein­rei­se­tou­ris­mus stösst all­mäh­lich an sei­ne Kapa­zi­täts­gren­zen. Nicht mehr Tou­ris­ten, son­dern eine Auf­wer­tung und bes­se­re Len­kung des bestehen­den Rei­se­ver­kehrs ist gefrag­ter denn je.

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