Buch­tipp von Iudi­ci­um – Kana­za­wa ist eine aus­ge­präg­te und her­aus­ra­gen­de Lite­ra­tur­stadt. Eini­ge ihrer Söh­ne gehö­ren zum erlauch­ten Krei­se der Mit­be­grün­der einer japa­ni­schen Moder­ne und bezo­gen ihre Hei­mat­stadt immer wie­der punk­tu­ell in ihr krea­ti­ves Schaf­fen ein. Doch auch meh­re­re zuge­reis­te gros­se Auto­ren des 20. Jahr­hun­derts mit nur kür­ze­ren Auf­ent­hal­ten ver­ewig­ten die­se Stadt lite­ra­risch in den ganz unter­schied­li­chen Gat­tun­gen der Erzähl­li­te­ra­tur, der moder­nen Lyrik sowie der Essayistik. 

Das Buch «Ein lite­ra­ri­scher Streif­zug durch Kana­za­wa» von Harald Mey­er, Pro­fes­sor für Japa­no­lo­gie an der Uni­ver­si­tät Bonn, prä­sen­tiert die Stim­men von Meis­tern wie Izu­mi Kyō­ka, Toku­da Shūsei, Murō Sai­sei, Inoue Yas­u­shi, Mishi­ma Yukio und Its­uki Hiroyu­ki in aus­ge­wähl­ten Text­aus­schnit­ten (es han­delt sich durch­weg um Ori­gi­nal­über­set­zun­gen des Autors aus dem Japa­ni­schen). Ange­rei­chert mit 66 Pho­to­gra­phi­en von Stadt­sze­ne­ri­en ermög­licht er dem Leser eine Art inter­kul­tu­rel­le Sozia­li­sie­rung in einer sehr schö­nen, geschichts­träch­ti­gen Stadt Japans.