Wie ein Tai­fun bekämpft wird

flickr/​intheozonMit geball­ter Kraft: Ein Tai­fun zieht über Japan.

Jedes Jahr tref­fen zahl­rei­che Tai­fu­ne vom Pazi­fik her­kom­mend auf die japa­ni­sche Küs­te. Abhän­gig von der Stär­ke des Unwet­ter­sturms kann dabei ein Scha­den in Mil­lio­nen­hö­he ver­ur­sacht wer­den. Das japa­ni­sche Unter­neh­men Ise Kogyo hat vor ein paar Jah­ren eine Idee ent­wi­ckelt, wie man zumin­dest die Kraft des Tai­funs redu­zie­ren kann und hier­für in Japan und Indi­en das Patent erhal­ten, wie die Mai­ni­chi Shim­bun berich­tet. In den USA läuft noch das Prüfungsverfahren.

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Das Prin­zip hört sich in der Theo­rie sim­pel an: Indem küh­les Was­ser an die Mee­res­ober­flä­che unter der Taifun­re­gi­on gepumpt wird, soll dem Sturm die Ener­gie ent­zo­gen wer­den. Denn ein Tai­fun braucht laut Meteo­ro­lo­gen eine kon­stant hohe Mee­res­tem­pe­ra­tur von rund 27 Grad an der Ober­flä­che, um an Stär­ke hin­zu­zu­ge­win­nen. 25 bis 26 Grad wer­den benö­tigt, um einen Tai­fun über­haupt ent­ste­hen zu lassen.

Mit U-Boo­ten gegen Taifune

Der 84-jäh­ri­ge Koi­chi Kitamu­ra, Prä­si­dent von Ise Kogyo, will mit 20 Meter lan­gen Was­ser­pum­pen, die einen Durch­mes­ser von 70 Zen­ti­me­ter haben und an bei­den Sei­ten eines U-Boo­tes ange­bracht wer­den, aus einer Tie­fe von 30 Meter küh­les Was­ser an die Ober­flä­che über der Unwet­ter­re­gi­on hochpumpen.

Rund 480 metri­sche Ton­nen Was­ser pro Minu­te kön­nen mit die­ser Vor­rich­tung an die Ober­flä­che geschos­sen wer­den. Damit kann die Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur des Mee­res auf einer Flä­che von 57’600 Qua­drat­me­tern um bis zu 3 Grad gekühlt wer­den. Die Tai­fun­stär­ke wür­de somit spür­bar geschwächt werden.

Die Theo­rie und ihre Schwierigkeiten

Exper­ten sehen durch­aus eine Chan­ce mit Kitamu­ras Idee die Mee­res­stür­me klei­ner wer­den zu las­sen. Doch dazu müss­ten die Vor­her­sa­ge­instru­men­te zur Rich­tungs­be­stim­mung der Tai­fu­ne ver­bes­sert werden.

Koi­chi Kitamu­ra hat schon über 30 Paten­te für sei­ne Ide­en und Erfin­dun­gen erhal­ten. Die neu­es­te Idee habe er beim Patent­amt ange­mel­det, um die Öffent­lich­keit dar­auf auf­merk­sam zu machen und die Unter­stüt­zung öffent­li­cher Orga­ni­sa­tio­nen zu erhal­ten. ja.

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