Der Aus­län­der-Rabatt

flickr/​Eric RiceEin Tou­ris­ten­ma­gnet im Tokio­ter Vier­tel Asakusa.

Der Tsu­na­mi und all sei­ne Aus­wir­kun­gen haben letz­tes Jahr dem japa­ni­schen Tou­ris­mus arg zuge­setzt. Dar­über­hin­aus kommt noch der teu­re Yen hin­zu. Über 30 Pro­zent sind die Zahl der aus­län­di­schen Besu­cher allei­ne im letz­ten Jahr zurückgegangen.

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Die Japan Tou­rism Agen­cy woll­te mit 10’000 Gra­tis­flü­gen die Bran­che wie­der­be­le­ben, doch das ein­zig­ar­ti­ge Pro­jekt schei­ter­te an der Zustim­mung der Regie­rung (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Die Rabatt­ak­ti­on

Nun neh­men die vom Tou­ris­mus abhän­gi­gen Geschäf­te das Heft in die eige­ne Hand. Die gros­se Ein­kaufs­haus­ket­te Ise­tan Mit­suko­shi bie­tet laut der Nik­kei Shim­bun «allen Kun­den aus Chi­na, Tai­wan und ande­ren aus­län­di­schen Märk­ten» eine 5-pro­zen­ti­ge Rabatt­kar­te an.

Der Elek­tro­nik­händ­ler Big Came­ra wirbt mit einer spe­zi­el­len Kun­den­kar­te, damit auch Tou­ris­ten vom Punk­te­sys­tem pro­fi­tie­ren kön­nen. Und auch die japa­ni­sche Kre­dit­kar­ten­fir­ma JCB macht allen süd­ko­rea­ni­schen Tou­ris­ten in der Gross­stadt Fuku­o­ka den Ein­kauf mit einem 5-pro­zen­ti­gen Rabatt schmackhaft.

Der Chi­na-Boom

Doch nicht alle Natio­nen schei­nen Japan zu mei­den. Gemäss der Japan Tou­rism Agen­cy boomt die Zahl der Besu­cher aus Tai­wan, Hong­kong und vor allem Chi­na. Im Novem­ber 2011 stieg die Zahl der chi­ne­si­schen Besu­cher im Ver­gleich zum Vor­jahr um gleich sat­te 35 Prozent.

So berich­tet die ges­tern eröff­ne­te Inter­na­tio­na­le Juwe­len­mes­se in Tokio, dass die chi­ne­si­schen Käu­fer um 20 Pro­zent zuge­legt hät­ten. Auch Ise­tan Mit­suko­shi bestä­tigt, dass sich die Zahl der Tou­ris­ten aus Chi­na um 10 Pro­zent gestei­gert habe.

Ermu­ti­gen­de Aussichten

Der World Tra­vel and Tou­rism Coun­cil rech­net der­weil fürs Jahr 2012 mit einer lang­sa­men, aber ste­ti­gen Erho­lung für den Tou­ris­mus in Japan. Die Kata­stro­phe vom März 2011 wer­de in den nächs­ten Mona­ten in den Hin­ter­grund rücken.

Ein­zig die Kund­schaft aus Euro­pa zeigt sich noch vor­sich­tig. Einer­seits habe dies mit der Kri­se in den Euro­zo­ne zu tun, ande­rer­seits aber auch mit einer anhal­ten­den Sor­ge gegen­über den Fol­gen des AKW-Unfalls von Fukushima.

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