Foto: flickr/​sky­se­e­kerZwei Sym­bo­le Japans: Der Fuji und die Kirschblüten.

Wenn in Japan die Kirsch­bäu­me erblü­hen, dann beginnt für vie­le Men­schen die schöns­te Zeit im Jahr – die jeweils nach knapp zwei Wochen abrupt endet. Solan­ge hält gewöhn­lich die weis­se Blü­ten­pracht an. Um die­se Momen­te der Schön­heit und Ver­gäng­lich­keit des Lebens zu fei­ern, tref­fen sich die Japa­ner unter den Tau­sen­den von Kirsch­blü­ten in den Park­an­la­gen des Lan­des, um mit Freun­den und Kol­le­gen anzu­stos­sen. Hana­mi, die Blu­men­schau, heis­sen die­se aus­ge­las­se­nen, feucht-fröh­li­chen Fes­te, die je nach Regi­on zu unter­schied­li­chen Zeit­punk­ten gefei­ert werden.

Die Vor­be­rei­tun­gen oder zumin­dest die Vor­freu­de für die kom­men­de Kirsch­blü­ten-Sai­son hat bereits begon­nen. Am 3. Febru­ar haben die Wet­ter­sta­tio­nen die ers­ten von vie­len Pro­gno­sen getroffen.

1. Pro­gno­se

Damals wur­de vor­her­ge­sagt, dass die Kirsch­bäu­me in die­sem Jahr womög­lich etwas spä­ter blü­hen als im 2015. Gemäss der Japan Wea­ther Asso­cia­ti­on wer­de die ers­te weis­se Pracht um den 25. März her­um in Fuku­o­ka und in Kuma­mo­to auf der Süd­in­sel Kyus­hu erwar­tet. Einen Tag spä­ter sol­len bereits die Haupt­stadt Tokio sowie die Gross­stadt Naga­no fol­gen. Bis Ende März wer­den auch noch die letz­ten Orte im Süden und Süd­wes­ten des Lan­des fol­gen. Die staat­li­che japa­ni­sche Tou­ris­mus­or­ga­ni­sa­ti­on JNTO hat auf Eng­lisch eine ent­spre­chen­de Kar­te publi­ziert (sie­he Kar­te), deren Vor­her­sa­ge aber eben­falls noch vom 3. Febru­ar stammt.

Foto: JNTODie Vor­her­sa­ge vom 3. Februar.

2. Pro­gno­se

Doch die frü­he­ren Pro­gno­sen sind immer mit Vor­sicht zu betrach­ten. Aktu­el­le­re Vor­her­sa­gen vom 22. Febru­ar zei­gen laut der Mai­ni­chi Shim­bun bereits ein ande­res Bild (sie­he Kar­te unten). Dem­nach könn­ten schon 21. März beim Yas­uku­ni-Schrein in Tokio die ers­ten Kirsch­bäu­me blühen. 

Damit wäre die Haupt­stadt zum ers­ten Mal seit acht Jah­ren wie­der am frü­hes­ten dran. Der 21. März wäre auch rund drei Tage frü­her als in einem Durch­schnitts­jahr. Die ers­ten Blü­ten auf dem Are­al des Yas­uku­ni-Schreins mar­kie­ren zugleich den offi­zi­el­len Früh­lings­an­fang in Japan. Am 22. März könn­te es bereits auf der Süd­in­sel Kyus­hu weitergehen.

Die Gegen­den rund um Kana­za­wa, Toy­a­ma und Niiga­ta am Japa­ni­schen Meer, wo es stets ein biss­chen käl­ter ist, fol­gen um den 1. bis 9. April her­um. In Aom­ori ganz im Nor­den der Haupt­in­sel Hons­hu wird es irgend­wann zwi­schen dem 17. und 23. April wer­den. Wer noch spä­ter nach Japan rei­sen soll­te, der soll­te der Nord­in­sel Hok­kai­do einen Besuch abstat­ten. Dort wer­den frü­hes­tens Ende April die ers­te Kirsch­blü­ten­pracht erwartet.

Ent­schei­dend über die Ent­wick­lung der Kirsch­bäu­me wer­den der Wet­ter­ver­lauf und die Tem­pe­ra­tu­ren in den ers­ten Wochen im März sein. Für alle, die im Früh­ling nach Japan rei­sen soll­ten gilt daher, regel­mäs­sig die Vor­her­sa­ge­kar­ten zu kon­sul­tie­ren, um die rich­ti­ge Rou­ten­wahl tref­fen zu können.