News. Reisen. Japan. Von Jan Knüsel.

308’084 weniger Japaner

Alltag in Tokio. (Foto: flickr/ Saku Takakusaki)

Alltag in Tokio. (Foto: flickr/ Saku Takakusaki)

Seit 2010 erlebt Japan einen immer rasanteren Bevölkerungsrückgang. Im vergangenen Jahr sank die Zahl der Japaner um 308’084 Personen. Das ist seit Beginn dieser statistischen Aufzeichnung seit 1974 ein neuer Minusrekord. Ausserdem lag die Zahl der Geburten mit 981’202 zum ersten Mal bei unter 1 Million. Demgegenüber stehen 1,309’515 Todesfälle. Somit leben in Japan gemäss Innenministerium noch 125’583’658 Menschen mit japanischem Pass.

In Japan gibt es inzwischen doppelt so viele Pensionäre wie Kinder. So sind 27,17 Prozent der japanischen Bevölkerung bereits über 65 Jahre, während nur noch 12,69 Prozent unter 14 Jahre alt sind. Ein Plus zu verzeichnen gibt es derweil bei der ausländischen Bevölkerung in Japan. Diese liegt inzwischen bei 2’323’428 Menschen. Das entspricht einer Zunahme von 6,85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Arbeitskräfte aus dem Ausland

Der rapide Bevölkerungsrückgang ist die wohl grösste Herausforderung für Japan in den kommenden Jahren. Für die Wirtschaft sind die Folgen bereits heute spürbar. Japans Gesundheitsbranche, Gastronomie und Bauindustrie kämpfen schon mit einem akuten Mangel.

Die aktuellen Zahlen des Innenministeriums bestätigen nun, dass Japan zunehmend auf Menschen aus dem Ausland setzt, um den Mangel an eigenen Arbeitskräften für seine gigantische Wirtschaft zu kompensieren. Insbesondere Austauschstudenten werden immer mehr in Restaurants und Minimärkten angestellt (Asienspiegel berichtete).

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