flickr/​chikacheDas Zen­trum von Nagoya.

Japan ist urban. Mehr als ein Vier­tel der Bevöl­ke­rung lebt im Raum Tokio und jedes Jahr wer­den es mehr. Nun wur­de erst­mals seit län­ge­rer Zeit eine Sta­gna­ti­on ver­zeich­net. Laut Sta­tis­ti­ken des Innen­mi­nis­te­ri­ums sind 2009 104’369 Per­so­nen nach Tokio, Nago­ya und Osa­ka gezo­gen. Das ist ein Rück­gang um 49’709 Men­schen im Ver­gleich zum Vorjahr.

Dabei ist nur noch Tokios Bevöl­ke­rung durch die Migra­ti­on ange­wach­sen. Die Bevöl­ke­rung Nago­yas und die umlie­gen­den Gebie­te haben zum ers­ten Mal seit 7 Jah­ren einen Rück­gang hin­neh­men müssen.

Zum ers­ten Mal seit 16 Jah­ren ist der Migra­ti­ons­rück­gang im Ver­gleich zum Vor­jahr auf über 40’000 Per­so­nen ange­stie­gen. Letz­tes Mal war die­ses Phä­no­men 1993 zu beob­ach­ten, als die Wirt­schafts­bla­se geplatzt war.

Die Kri­se ist schuld

Als Grund für den Migra­ti­ons­rück­gang nennt das Innen­mi­nis­te­ri­um die schwie­ri­ge Situa­ti­on auf dem Arbeits­markt in den Gross­städ­ten. Die Wirt­schafts­kri­se, die im Herbst 2008 ein­schlug, hat vie­le Leu­te davon abge­hal­ten in die urba­nen Regio­nen zu ziehen.

Ein wei­te­rer Grund sei auch, dass die Unter­neh­men in finan­zi­ell schwie­ri­gen Zei­ten weni­ger Per­so­nal­ver­schie­bun­gen zwi­schen den länd­li­chen und urba­nen Gebie­ten vornehmen.