Als Korea ein Teil Japans war: Aus­schnitt einer Kar­te von 1912
Als Korea ein Teil Japans war: Aus­schnitt einer Kar­te von 1912

Mehr als 1000 Wis­sen­schaft­ler, Schrift­stel­ler und Rechts­ge­lehr­te aus Süd­ko­rea und Japan ver­lan­gen von der japa­ni­schen Regie­rung eine offi­zi­el­le Ent­schul­di­gung für die Annek­tie­rung Koreas im August vor 100 Jah­ren. Sie for­dern eben­falls, dass Japan den Anne­xi­ons­ver­trag von 1910 für nich­tig erklä­re und damit de fac­to sei­ne Schuld ein­ge­steht, wie die Zei­tung Joon­gang Ilbo berich­tet.

Ungül­ti­ger Ver­trag, unge­rech­te Annektierung

«Die Annek­tie­rung Koreas war eine Unge­rech­tig­keit», sag­te Haru­ki Wada, ein ehe­ma­li­ger Pro­fes­sor für korea­ni­sche Geschich­te an der Uni­ver­si­tät Tokio an einer Pres­se­kon­fe­renz. «Die japa­ni­sche Regie­rung soll­te ihre Inter­pre­ta­ti­on der Ereig­nis­se ändern und den Ver­trag für ungül­tig erklä­ren. Wir soll­ten die his­to­ri­schen Kon­flik­te zwi­schen Korea und Japan durch gemein­sa­me Anstren­gun­gen lösen können.»

Der japa­ni­sche Kabi­nett­se­kre­tär Yoshi­to Sen­go­ku hat­te kürz­lich gesagt, die Regie­rung von Pre­mier­mi­nis­ter Nao­to Kan mache sich Gedan­ken über eine Ent­schul­di­gung. (Asi­en­spie­gel berich­te­te)