flickr/​imipolexGDigi­tal leben: Ein Inter­net­nut­zer in einem Fast­foodre­stau­rant in Kua­la Lumpur.

Das Markt­for­schungs­in­sti­tut TNS hat in 46 Län­dern 50’000 Inter­net­nut­zer befragt, um sich ein Bild vom heu­ti­gen Medi­en­ver­hal­ten zu machen. Dabei fand es her­aus, dass das Inter­net für 61 Pro­zent der Befrag­ten noch vor dem Fern­se­her, dem Radio oder den Zei­tun­gen das bevor­zug­te Medi­um ist. Sozia­le Netz­wer­ke machen dabei einen zen­tra­len Bestand­teil aus. Mitt­ler­wei­le wird dafür mehr Zeit auf­ge­wen­det als für den E-Mail-Verkehr.

Eine ver­tief­te Unter­su­chung zu den Freund­schafts­ak­ti­vi­tä­ten in sozia­len Netz­wer­ken hat aus­ser­dem ein erstaun­li­ches Spie­gel­bild der Gesell­schaft wie­der­ge­ge­ben. So besit­zen die malay­si­schen Nut­zer von Netz­wer­ken wie bei­spiels­wei­se Face­book oder Twit­ter durch­schnitt­lich am meis­ten Freun­de. Mit 233 vir­tu­el­len Kame­rad­schaf­ten lie­gen sie noch vor Bra­si­li­en mit 231 und Nor­we­gen mit 217.

Kein ande­res Land ver­bringt zudem so viel Zeit in sozia­len Netz­wer­ken wie Malay­sia. Durch­schnitt­lich 9 Stun­den pro Woche wen­den die Men­schen des süd­ost­asia­ti­schen Lan­des fürs Online-Net­wor­king auf. Am ande­ren Ende der Ska­la lie­gen Chi­na mit durch­schnitt­lich 68 und Japan mit beschei­de­nen 29 Freun­den. «Das deu­tet auf Kul­tu­ren hin, die weni­ger, aber inten­si­ve­re Freund­schaf­ten pflegt», erklärt Mat­thew Frog­gatt von TNS gegen­über BBC.

Die Geschwin­dig­keit von Entwicklungsmärkten

Eine wei­te­re Erkennt­nis der glo­ba­len Stu­die ist die hohe Geschwin­dig­keit der Ver­brei­tung des Inter­nets in Ent­wick­lungs­märk­ten. Län­der, die weni­ger lang in der digi­ta­len Welt prä­sent sind, machen sich das Inter­net schnel­ler zu Eigen als gesät­tig­te Märkte.

So haben in Chi­na bereits 4 von 5 Online-Nut­zern einen Blog ver­fasst, wäh­rend in den USA dies nur jeder Drit­te von sich behaup­ten kann. «In Ent­wick­lungs­märk­ten ist die Nut­zung neu­er Medi­en akti­ver und viel­fäl­ti­ger. Die digi­ta­le Welt ver­än­dert in sol­chen Gesell­schaf­ten regel­recht die Art wie Men­schen leben, sich ent­wi­ckeln und inter­agie­ren», sagt Frog­gatt wei­ter. ja.