Der Ehren­bür­ger Doraemon

Screen­shot: ANN NewsDora­e­mon wird zum Ehren­bür­ger der Stadt Kawasaki.

Die Gross­stadt Kawa­sa­ki in der Prä­fek­tur Kana­ga­wa stand schon immer im Schat­ten der nörd­lich gele­ge­nen Haupt­stadt Tokio und und der süd­li­chen Nach­bars Yoko­ha­ma. Mög­lich­kei­ten, die Auf­merk­sam­keit auf sich zu zie­hen, sind rar gesät. Auf ein Erbe ist die Stadt jedoch beson­ders stolz.

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In Kawa­sa­ki ist Fuji­ko F. Fujio, mit leib­li­chem Namen Hiro­shi Fuji­mo­to, gebo­ren. Er ist der Erfin­der der Man­ga-Geschich­te Dora­e­mon, der blau­en Robo­ter­kat­ze, die aus dem 22. Jahr­hun­dert in die Gegen­wart reist, um dem toll­pat­schi­gen Schul­jun­gen Nobita Nobi zur Sei­te zu ste­hen. Im Janu­ar 1970 hat­te Dora­me­on in ver­schie­de­nen Kin­der­ma­ga­zi­nen sei­ne Pre­mie­re, bis kennt sei­ne Beliebt­heit auch aus­ser­halb Japans kei­ne Grenzen.

Ehren­bür­ger Doraemon

Zu Ehren des Man­ga-Künst­lers wur­de letz­tes Jahr das Fuji­ko F. Fujio Muse­um in Kawa­sa­ki eröff­net (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Es ist ein Mikro­kos­mos des 1996 ver­stor­be­nen Fujio-san. Zum 1-jäh­ri­gen Geburts­tag der Pil­ger­städ­te der Man­ga-Fans hat Bür­ger­meis­ter Kakao Abe den nächs­ten Coup gelandet.

Er hat den Man­ga-Prot­ago­nis­ten Dora­e­mon zu einem offi­zi­el­len Bür­ger der Stadt, inklu­si­ve Mel­de­be­schei­ni­gung, gemacht. Als Geburts­da­tum hat Kawa­sa­ki für die Robo­ter­kat­ze den 3. Sep­tem­ber 2112 fest­ge­legt, als Wohn­adres­se das Muse­um. 129,3 Zen­ti­me­ter und 129,3 Kilo ist Dora­e­mon schwer.

Ein Dora­e­mon auf der Meldebescheinigung

Das spe­zi­el­le Mel­de­be­schei­ni­gung wur­de in einer offi­zi­el­len Zere­mo­nie vor rund 1000 Zuschau­ern dem Muse­ums­di­rek­tor Zens­ho Ito über­ge­ben. Fast 130’000 Kopi­en die­ses Doku­ments wird die Stadt ihren Behör­den zu Wer­be­zwe­cken ver­tei­len. Selbst die Mel­de­be­schei­ni­gun­gen wer­den das Was­ser­zei­chen der Man­ga-Figur tra­gen, wie ANN News berichtet.

Dora­e­mon ist damit das ers­te fik­ti­ve und nicht mensch­li­che Wesen, das es zu einem offi­zi­el­len Stadt­be­woh­ner geschafft hat. Dabei ist die Robo­ter­kat­ze offi­zi­ell noch nicht ein­mal gebo­ren. Für Man­ga-Figu­ren gel­ten in Japan ande­re Regeln.

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