Foto: flickr/​hans-john­sonEin Toei-Bus im Einsatz.

Als aus­län­di­scher Tou­rist in Tokio erblickt man regel­mäs­sig die grün-oran­gen Stadt­bus­se. Toei Bus, oder kurz «Toba­su», heis­sen die­se städ­tisch geführ­ten Bus­se, die 129 Stre­cken bedie­nen. Doch nur weni­ge Besu­chen machen auch wirk­lich Gebrauch davon. Vie­len reicht das eng­ma­schi­ge Bahn­netz bereits aus. Ande­re ver­zich­ten auf den Bus, weil sie des­sen Beschrif­tung schlicht­weg nicht ver­ste­hen. Denn bis­lang ist mit Aus­nah­me der End­sta­ti­on alles auf Japa­nisch angeschrieben.

Bis 2018 soll nun alles etwas ein­fa­cher wer­den, die Nach­rich­ten­agen­tur Jiji News berich­tet. Künf­tig soll jede Linie eine alpha­nu­me­ri­sche Bezeich­nung erhal­ten, die jeweils auf der Digi­tal­an­zei­ge des Bus­ses zu sehen sein wird. So könn­te die Linie, die Shin­juku mit dem Bahn­hof Shin­dai­ta ver­bin­det künf­tig «SJ91» heis­sen. SJ wür­de in die­sem Fall für «Shin­juku» ste­hen. Die bis­he­ri­ge Kenn­zeich­nung der Toei-Bus­se, ein Kan­ji und eine Num­mer, wird beibehalten.

Ein­bruch bei den Passagierzahlen

Mit die­sem neu­en ver­ständ­li­che­ren Sys­tem hof­fen die Betrei­ber von Toei-Bus, künf­tig mehr Tou­ris­ten für ihre Dienst­leis­tung zu gewin­nen. Denn das städ­ti­sche Bus­sys­tem hat­te auch schon bes­se­re Zei­ten. Heu­te zählt der Dienst nicht ein­mal 600’000 Pas­sa­gie­re pro Tag. Anfang der 70er-Jah­re waren es noch 1,3 Millionen.

Der gros­se Bahn­be­trei­ber JR East geht den­sel­ben Weg. Alle sei­ne Bahn­hö­fe, Bahn­li­nie erhal­ten eine alpha­nu­me­ri­sche Kenn­zeich­nung, damit sie auch von den Per­so­nen gele­sen wer­den kön­nen, die kein Japa­nisch ver­ste­hen (Asi­en­spie­gel berich­te­te).