Bil­der: star​bucks​.co​.jpSo wer­den die zwei neu­en Able­ger aussehen.

1996 eröff­ne­te Star­bucks im Tokio­ter Vier­tel Gin­za sei­nen ers­tes Café in Japan. Heu­te ist das Unter­neh­men in allen 47 Prä­fek­tu­ren Japans mit einem Able­ger prä­sent. Über 1000 Kaf­fee­häu­ser führt es in Japan. Dabei fällt auf, dass die US-Kaf­fee­haus­ket­te in Japan spe­zi­ell dar­um bemüht ist, sich ele­gant der Umge­bung anzupassen.

Dies ermög­licht Star­bucks, selbst in his­to­ri­schen Orte prä­sent zu sein. So wur­de im Juni die­ses Jah­res in der Nin­enz­a­ka-Stras­se, gleich in der Nähe des berühm­ten Kiyo­mi­zu-Tem­pels, ein Star­bucks in einem tra­di­tio­nel­len zwei­stö­cki­gen Haus eröff­net. Am Gebäu­de und an der Innen­ar­chi­tek­tur wur­de mög­lichst nichts geän­dert. Sogar den Tata­mi-Boden hat man bei­be­hal­ten (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

Auf einer hei­li­gen Insel

Nun hat Star­bucks die Eröff­nung zwei­er wei­te­rer Able­ger in his­to­ri­schen Ort­schaf­ten ange­kün­digt. Am 22. Novem­ber wird auf der hei­li­gen Insel Its­ukushi­ma, bes­ser bekannt als Miya­ji­ma, ein Star­bucks in der loka­len Omo­te­san­do-Ein­kaufs­stras­se aufgehen.

Viel Holz und Glas zeich­nen das neue Lokal aus, das sich in einem Gebäu­de der loka­len Braue­rei befin­den wird. Vom zwei­ten Stock sol­len die Besu­cher einen Aus­blick auf das berühm­te rote Torii-Schrein­tor in der Bucht und auf die Seto-Inland­see haben. Es wird zudem das ers­te Star­bucks in Japan sein, das man nur mit dem Schiff erreicht. So sind bis heu­te Fähr­ver­bin­dun­gen der ein­zi­ge Weg nach Itsukushima.

In einem alten Bahnhofsgebäude

In der Stadt Mats­um­o­to auf Shi­ko­ku wird der­weil am 22. Dezem­ber ein wei­te­rer Able­ger sei­ne Eröff­nung fei­ern. Hier rich­tet sich Star­bucks im zwei­stö­cki­gen Bahn­hofs­ge­bäu­de von Dogo-Onsen ein. Es stammt aus dem Jahr 1984, basiert jedoch auf den Ori­gi­nal­plä­nen des ers­ten Bahn­hofs­ge­bäu­des von 1911. Es ist ein Haus im typi­schen west­li­chen Stil der Mei­ji-Zeit. Auch im Innern wird sich Star­bucks ganz die­ser Ästhe­tik der japa­ni­schen Moder­ni­sie­rungs­zeit anpassen.

Ganz in der Nähe des Bahn­hofs befin­det sich übri­gens das archi­tek­to­ni­sche ein­drück­li­che Bade­haus Dogo-Onsen (sie­he Foto unten). Die Geschich­te die­ses Bade­or­tes soll über 1000 Jah­re zurück­rei­chen. Das Haupt­ge­bäu­de stammt aus dem Jahr 1894 und gehört heu­te zum Kul­tur­schatz Japans. Es war zugleich eine Vor­la­ge für das gros­se Bade­haus in Hayao Miya­za­kis Ani­me «Spi­ri­ted Away».

Foto: flickr / Wei-Te WongDas Dogo-Onsen in Matsuyama.