Es gibt Leu­te, die den Bahn­hof Shin­juku wenn immer mög­lich mei­den. Denn die Chan­ce sich hier zu ver­lau­fen, ist sehr hoch. Die­ser Tokio­ter Bahn­kom­plex bricht alle Rekor­de. Gemäss offi­zi­el­len Zah­len des Guin­ness Buch der Rekor­de hal­ten sich hier täg­lich 3,64 Mil­lio­nen Pas­sa­gie­re auf (Asi­en­spie­gel berich­te­te). 36 Glei­se und 200 Aus­gän­ge zählt die­ser Koloss im Ver­wal­tungs- und Finanz­vier­tel Tokios. Damit ist Shin­juku der beleb­tes­te Bahn­hof der Welt. Und dabei hält hier nicht ein­mal ein Shink­an­sen. Viel­mehr ist es ein Bahn­hof, der über die Jahr­zehn­te an Bedeu­tung gewann und schritt­wei­se aus­ge­baut wur­de. Ent­spre­chend chao­tisch wirkt die Architektur. 

Als am 30. Sep­tem­ber der Tai­fun Num­mer 24 über die Haupt­in­sel Hons­hu feg­te, erleb­te der Bahn­hof Shin­juku unge­wöhn­li­che Stun­den der Stil­le. Denn an jenem Sonn­tag­abend hat­te JR East sämt­li­che Ver­bin­dun­gen ab 20 Uhr sicher­heits­hal­ber ein­ge­stellt. Die Fol­ge war ein kom­plett ver­las­se­ner Bahn­hof Shinjuku. 

Shin­juku Nobody

Foto­graf und Twit­ter-Nut­zer @m_voice0724 hielt – mit Zustim­mung des Bahn­per­so­nals – die­sen spe­zi­el­len Moment visu­ell fest. Es sind fas­zi­nie­ren­de, ja fast schon unheim­li­che Foto­gra­fi­en eines gigan­ti­schen Bahn­hofs, in dem kei­ne Men­schen­see­le mehr anzu­tref­fen ist. Pas­sier­schran­ken, Bahn­stei­ge und Trep­pen sind kom­plett ver­waist. Die Foto­gra­fi­en wur­den laut Yahoo News um 22 Uhr geschos­sen. Für die­sen nicht all­täg­li­chen Twit­ter-Post gab es gleich 140‘000 Likes.