Hong­kongs Schwu­le holen auf

Screen­shot: youtube/​TubeTubeVisionGay Pri­de in Hongkong.

Der Hong­kon­ger Tycoon Cecil Chao sorgt mit einer Hei­rats­prä­mie für sei­ne Toch­ter welt­weit für Schlag­zei­len. 500 Mil­lio­nen Hong Kong Dol­lar – rund 50 Mil­lio­nen Euro – soll sein zukünf­ti­ger Schwie­ger­sohn bekom­men. Der Haken dabei, die Toch­ter ist les­bisch und hat ihre Part­ne­rin bereits geheiratet.

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Gegen­über Reu­ters sag­te die Toch­ter, sie sei nicht sau­er auf ihren Vater, son­dern berührt. Die bei­den hät­ten ein gutes Ver­hält­nis mit­ein­an­der, nur kön­ne der Vater nicht akzep­tie­ren, dass sie ihre Bezie­hung offen lebe.

Für Hong­kon­ger Eltern eigent­lich nicht unge­wöhn­lich, sagt Gay-Akti­vist Tom­my Jai gegen­über Asi­en­spie­gel. «Tra­di­tio­nell gepräg­ten Eltern ist es sehr wich­tig, dass die Kin­der hei­ra­ten und einen Sohn gebä­ren», so Jai wei­ter. Dann inter­es­sier­ten sich die­se auch nicht unbe­dingt dafür, mit wem der Nach­wuchs ins Bett gehe.

Ers­ter offe­ner homo­se­xu­el­ler Parlamentarier

Dabei hat Hong­kong in den ver­gan­ge­nen Jah­ren vie­le Fort­schrit­te gemacht. Seit kur­zem hat die LEG­CO – das Par­la­ment der Son­der­wal­tungs­zo­ne – ihren ers­ten schwu­len Abge­ord­ne­ten. Ray­mond Chan Chi-chu­en zog bei den Wah­len die­sen Monat für die Par­tei Peop­le Power in die Legis­la­ti­ve ein. Der 40-jäh­ri­ge ehe­ma­li­ge TV- und Radio­mo­de­ra­tor, will sich für mehr Rech­te von Homo-, Bi- und Trans­se­xu­el­len in Hong­kong ein­set­zen; eines sei­ner Zie­le sei die Homo-Ehe in der Son­der­ver­wal­tungs­zo­ne, berich­tet RTHK.

Über den ers­ten offen schwu­len Abge­ord­ne­ten habe man sich natür­lich gefreut, sagt Tom­my Jai. Vie­le hät­ten jedoch bereits vor dem öffent­li­chen Com­ing-Out des frisch gewähl­ten Par­la­men­ta­ri­ers, über des­sen sexu­el­le Ori­en­tie­rung Bescheid gewusst.

Viel zum Posi­ti­ven verändert

Neben sei­ner poli­ti­schen Arbeit sei dies auch ein wich­ti­ges Signal für die Öffent­lich­keit, fin­det Jai, der seit über 15 Jah­ren in Hong­kongs Schwu­len- und Les­ben­be­we­gung aktiv ist. Noch wäh­rend des Stu­di­ums grün­de­te der damals 23-jäh­ri­ge die Hong­kon­ger Queer Stu­dent Move­ment Uni­on, die sich für die Belan­ge von Homo­se­xu­el­len Stu­den­ten einsetzte.

Seit­her habe sich viel zum Posi­ti­ven ver­än­dert, sagt Jai wei­ter. In den Medi­en kämen Schwu­le und Les­ben heu­te etwa bes­ser weg als noch vor 15 Jah­ren, so der Akti­vist. Domi­nier­ten damals noch spek­ta­ku­lä­re Ent­hül­lungs­ge­schich­ten, gehe es heu­te haupt­säch­lich um Aspek­te der Menschenrechte.

Bald die Homo-Ehe?

Seit knapp 3 Jah­ren wer­den in Hong­kong bei häus­li­cher Gewalt auch gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner­schaf­ten berück­sich­tigt. Akti­vis­ten setz­ten sich der­zeit für ein Gesetz ein, das Dis­kri­mi­nie­run­gen auf­grund der sexu­el­len Ori­en­tie­rung ver­bie­ten soll. Der nächs­te Schritt zu einer Homo-Ehe sei dann nur noch eine Fra­ge der Zeit, sagt John Lodo, Spre­cher des Gay-Fes­ti­vals Pink Seaons gegen­über Asi­en­spie­gel.

Die­ses hat ver­gan­ge­nen Sams­tag in Hong­kong begon­nen und fin­det zum zwei­ten Mal statt. Wäh­rend zwei Mona­ten fin­den über 30 Ver­an­stal­tun­gen statt – etwa ein Pick­nick mit Fami­len­an­ge­hö­ri­gen, Drag­queen-Shows oder ein Gay-Day im Hong­kon­ger Dis­ney­land. Gemäss den Ver­an­stal­tern ist es die gröss­te sol­che Ver­an­stal­tung in ganz Asi­en; eine Gross­bank tritt als Spon­sor auf, bewor­ben wird das Fes­ti­val vom Tou­ris­mus­bü­ro der Stadt.

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