Foto: Asi­en­spie­gelDas Fra­ge-Ant­wort-Buch von damals.

Haru­ki Mura­ka­mi, der glo­ba­le Star unter den japa­ni­schen Schrift­stel­lern, ist bekannt dafür, dass er die Öffent­lich­keit scheut. Wenn er mal öffent­lich auf­tritt, dann ist ihm die media­le Auf­merk­sam­keit gewiss.

Sei­ne ein­dring­li­chen Appel­le zu aktu­el­len The­men wie nach Fuku­shi­ma, dem Insel­streit mit Chi­na und Korea oder dem Anschlag auf den Bos­ton-Mara­thon, hal­len nach.

So ver­wun­dert es kaum, dass die Lis­te an offe­nen Fra­gen an Haru­ki Mura­ka­mi beson­ders für die Leser lan­ge ist. Nun gibt es die Gele­gen­heit dem Schrift­stel­ler direkt eine Fra­ge zu stel­len. Sein Ver­lag Shin­cho­sha Publi­shing hat hier­für eine Web­site auf­ge­schal­tet, bei der man sich bis 30. Janu­ar 2015 schrift­lich an Haru­ki Mura­ka­mi rich­ten kann. Die Sei­te heisst sinn­ge­mäss «Mura­ka­mis Ort» («Mura­ka­mi no tokoro»).

Die The­men­be­rei­che

Die Fra­gen wer­den bis Ende März ver­öf­fent­licht. Der Autor schlägt gleich selbst vor, wor­über man mit ihm spre­chen kann: Rat­schlä­ge, Ernst­haf­tes, Locke­res, Lieb­lings­or­te, Orte, die er gar nicht mag, Kat­zen oder sein bevor­zug­test Base­ball­team Yakult Swal­lows sind die The­men­ge­bie­te. Die Fra­gen sol­len dabei nicht län­ger als 1200 Zei­chen beinhalten.

Haru­ki Mura­ka­mi wird dar­auf­hin eine Aus­wahl tref­fen. Bis Ende März sol­len alle Ant­wor­ten ver­öf­fent­licht sein. In einem Vor­wort auf der Web­site ver­si­chert der Schrift­stel­ler, dass er die Ant­wor­ten per­sön­lich ver­fas­sen und dafür kei­nen Assis­ten­ten oder Redak­to­ren ver­pflich­ten wer­de. Es sein nun aber so, dass auch er nur einen Kör­per habe und daher nicht alle Fra­gen beant­wor­ten könne.

Die Fra­ge- und Ant­wort­run­de ist auf Japa­nisch auf­ge­setzt wor­den, es heisst aber nir­gends, dass man die Fra­gen nicht auch auf Eng­lisch stel­len darf. Wie man weiss, spricht Haru­ki Mura­ka­mi sehr gut Eng­lisch. Bereits hat der Schrift­stel­ler auf der neu­en Web­site am 15. Janu­ar einen ers­ten, unter­halt­sa­men Ein­trag über eine Spiel­zeug­fi­gur des Base­ball­spie­lers Nori Aoki verfasst.

Inter­ak­ti­on mit den Fans

Die­se Form der Inter­ak­ti­on mit den Lesern ist für Haru­ki Mura­ka­mi übri­gens nichts Neu­es. Vor zehn Jah­ren gab es zuletzt ein ähn­li­ches Pro­jekt. Und bereits in der zwei­ten Hälf­te der 90er-Jah­re beant­wor­te­te Haru­ki Mura­ka­mi auf Fra­gen, die er über per E-Mail erhal­ten hat­te. Dar­aus ent­stand schliess­lich das Buch «Sō da, Mura­ka­mi-san ni kii­te-miyō» («Genau, fra­gen wir Murakami-san»).

Foto: Asi­en­spie­gelDas Fra­ge-Ant­wort-Buch von damals.

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Deutsch Japa­nisch Furi­ga­na Lesung
Fra­ge und Antwort 質疑応答 しつぎおうとう shitsu­gi ōtō
Haru­ki Murakami 村上春樹 むらかみはるき Mura­ka­mi Haruki
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