Japans neu­es Englisch-Paradies

Foto: flickr/​Cris­ti­an Bor­tesEine belieb­te Sprach­des­ti­na­ti­on: Cebu auf den Philippinen.

Eng­lisch ist nicht die Stär­ke der Japa­ner. Seit Jah­ren schnei­den die japa­ni­schen Schü­ler bei Eng­lisch­prü­fun­gen wie dem TOEFL ent­spre­chend schlecht ab. In der TOEFL-Län­der­rang­lis­te von 2010 lan­de­te Japan auf den 135. Platz. Nur 28 Natio­nen schnit­ten noch schlech­ter ab. Län­der wie Chi­na (105.), Süd­ko­rea (80.) oder selbst Nord­ko­rea (96.) lies­sen den Insel­staat locker hin­ter sich (Asi­en­spie­gel berich­te­te).

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In den Schu­len kon­zen­trie­re man sich zu stark auf den geschrie­be­nen und gram­ma­ti­ka­li­schen Teil der Spra­che, lau­tet eine Kri­tik (Asi­en­spie­gel berich­te­te). Die münd­li­chen Fähig­kei­ten wür­den zu wenig geför­dert. Die Japa­ner, die ihre münd­li­chen Eng­lisch­kennt­nis­se ernst­haft ver­bes­sern wol­len, zieht es gewöhn­lich für einen Sprach­auf­ent­halt oder ein Stu­di­um in die klas­si­schen Sprach­des­ti­na­tio­nen wie die USA, Gross­bri­tan­ni­en oder Aus­tra­li­en. Doch nun haben die Japa­ner ein neu­es Land ent­deckt, das sich offen­bar bes­tens für einen Eng­lisch­sprach­kurs eig­net: die Philippinen.

Die Vor­tei­le

Im Insel­staat ist seit der US-Besat­zungs­zeit Eng­lisch offi­zi­el­le Amts­spra­che. Mehr als die Hälf­te der Bevöl­ke­rung beherrscht die Spra­che. Die eng­li­sche Schrift und Spra­che ist im All­tag über­all prä­sent. Die bes­ten Uni­ver­si­tä­ten unter­rich­ten nur in eng­li­scher Spra­che. In der TOEFL-Rang­lis­te bele­gen die Phil­ip­pi­nen den 35. Platz. In Asi­en spricht man nur in Sin­ga­pur noch bes­ser Eng­lisch. Selbst Hong­kong liegt hin­ter den Philippinen.

Und so hat sich das süd­ost­asia­ti­sche Land zu einem Anzie­hungs­punkt für lern­wil­li­ge Sprach­stu­den­ten aus ganz Asi­en ent­wi­ckelt. Für die Japa­ner hat es den Vor­teil, dass ein Sprach­auf­ent­halt auf den Phil­ip­pi­nen die mit Abstand güns­tigs­te Opti­on ist, wie die Japan Times berich­tet. Ein Monat inklu­si­ve Schul­ge­bühr, Bücher und Unter­kunft mit Putz- und Klei­der­wasch­ser­vice kos­ten durch­schnitt­lich 200’000 Yen (1625 Euro). Pri­vat­stun­den und somit ein inten­si­ve­rer Kon­ver­sa­ti­ons­un­ter­richt sind in die­sem Preis inbe­grif­fen. Die Insel Cebu gilt eine beson­ders belieb­te Desti­na­ti­on für einen sol­chen Aufenthalt.

In den USA oder Gross­bri­tan­ni­en sind sol­che Dienst­leis­tun­gen kaum mehr erschwing­lich. Aus­ser­dem sind die Phil­ip­pi­nen nur weni­ge Flug­stun­den von Japan ent­fernt und schon lan­ge eine belieb­te Feri­en­des­ti­na­ti­on. Die Flug­prei­se sind ver­gleichs­wei­se günstig.

Beruf­li­che Vorbereitung

Vie­le japa­ni­sche Unter­neh­men sind ohne­hin in Chi­na und Süd­ost­asi­en tätig. Ein Auf­ent­halt in den Phil­ip­pi­nen ist somit für vie­le Japa­ner ein guter Vor­ge­schmack für eine mög­li­che beruf­li­che Tätig­keit im Aus­land. Und so kommt es, dass immer mehr japa­ni­sche Fir­men ihre Ange­stell­ten für Sprach­auf­ent­hal­te in die­ses Land schi­cken. Die Zahl der Eng­lisch­schu­len, die von Japa­nern zu die­sem Zweck geführt wer­den, haben in den letz­ten Jah­ren zuge­nom­men, wie die Toyo Kei­zai Online berichtet.

Es sind aber nicht nur japa­ni­sche Ange­stell­te, auch Stu­den­ten und Rent­ner haben die Vor­tei­le die­ser Sprach­des­ti­na­ti­on erkannt. Und so haben sich die Phil­ip­pi­nen für vie­le Japa­ner zu einer erschwing­li­chen Opti­on fürs Eng­lisch­ler­nen entwickelt.

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