Foto: wikimedia/​helohelonEin abend­li­cher Blick auf die Reis­feld-Ter­ras­sen von Maruyama.

In Japan spricht man von den Sen­mai­da, «den tau­send Reis­fel­dern» und meint damit die tra­di­tio­nel­len Reis­terras­sen, von denen es im Insel­staat immer weni­ger gibt. Die Maru­y­a­ma Sen­mai­da sind ein beson­ders ein­drück­li­ches Bei­spiel. Dort sind es genau betrach­tet 1340 Fel­der in allen Grös­sen und For­men, die vor über 400 Jah­ren an einem stei­len Hang in der Berg­welt von Kuma­no in der Prä­fek­tur Mie ange­legt wurden. 

Einst waren es über 2200 Fel­der, die man hier bewirt­schaf­te­te. Doch der Wirt­schafts­boom der Nach­kriegs­zeit, die Über­al­te­rung und die müh­se­li­ge Hand­ar­beit – Maschi­nen kann man hier nicht ein­set­zen – lies­sen die Zahl der bear­bei­te­ten Fel­der zeit­wei­lig auf 500 fallen.

Das Lich­ter­fest von Maruyama

Seit jedoch die Pil­ger­we­ge von Kuma­no (Kuma­no-Kodō), wozu auch die Regi­on Maru­y­a­ma zählt, im Jahr 2004 in die Lis­te des UNESCO-Welt­kul­tur­er­bes auf­ge­nom­men wur­den, erle­ben die tau­send Rei­se­fel­der dank Unter­stüt­zung der loka­len Behör­den eine Wiederauferstehung.

Auch das tra­di­tio­nel­le Later­nen­fest wur­de damals wie­der­be­lebt, wie die Asahi Shim­bun berich­tet. Für die­ses Ritu­al wer­den jeweils im Juni exakt 1340 Later­nen auf die Rän­der der Fel­der gelegt und so der gesam­te Hang in ein spek­ta­ku­lä­res Lich­ter­meer ver­wan­delt. Die­se Lich­ter und die rhyth­mi­schen Rufe der Kin­der sol­len hel­fen, die Schäd­lin­ge von den Fel­dern zu ver­trei­ben. Gleich­zei­tig wird für eine rei­che Ern­te gebetet.

Hier eini­ge Ein­drü­cke von Twit­ter-Nut­zern von den Reis­terras­sen und dem Laternenfest: